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Medienbericht: Google will W-Lan-Netze in Schwellenländern aufbauen

Die Hälfte der Menschheit hat keinen Zugang zum Internet. Der Suchmaschinenriese Google will das ändern und in Schwellenländern Afrikas und Asiens Netze aufbauen. Ganz uneigennützig sind die Pläne nicht.

Google-Chef Larry Page: Mehr Menschen weltweit sollen Zugang zum Internet bekommen. Quelle: AFP
Google-Chef Larry Page: Mehr Menschen weltweit sollen Zugang zum Internet bekommen. Quelle: AFP

New YorkDer Internet-Riese Google will sich laut einem Zeitungsbericht am Ausbau von Mobilfunk-Datennetzen in Schwellenländern Afrikas und Asiens beteiligen. Mit dem Vorhaben könnten rund eine Milliarde Menschen zusätzlich Zugang zum Internet erhalten.

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Es gehe vor allem um ländliche Regionen, in denen es heute keine Internet-Zugänge gebe, berichtete das „Wall Street Journal“ am Freitag. Google wolle sich für den Aufbau der Netze mit Telekom-Firmen und Ausrüstern zusammentun und entwickele auch Geschäftsmodelle für deren Betrieb, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Googles wichtigste Geschäfte

  • Suche

    Die Suchmaschine ist Googles Herz. Gut 90 Prozent von Umsatz und Gewinn werden hier generiert. Zusammen mit Google Maps besteht ein fast uneinholbarer Vorsprung zu den Wettbewerbern. Die Masse der Forschung wird auf die Suche konzentriert.

  • Android

    Googles Betriebssystem Android hat sich auf dem Mobilfunkmarkt durchgesetzt. Es ist die Eintrittskarte in den mobilen Internetmarkt, die lokale Suche und das Geschäft mit Software, Apps und Medien. Damit ist Android die Versicherung für die Zukunft. Problem: Massiver Beschuss durch Patentklagen. Hier droht eine echte Gefahr.

  • Google Apps/G-Mail

    Das Office-Paket Apps for Business und die E-Mail-Plattform sind Kernbestandsteile der Geschäftskundenstrategie. Google Apps generiert Umsatz aus monatlichen Gebühren.

  • Google+

    Zum Leben verdammt: Der Spätstarter im Social-Networking-Bereich ist die letzte Chance, dem Giganten Facebook Paroli zu bieten.

  • Cloud-Computing

    Rechen- und Speicherleistung im Internet ist das Herzstück vieler Google-Dienste und eine vielversprechende Erweiterung in den Geschäftskundenbereich. Google kann dort seine Stärken ausspielen.

  • Motorola

    Mit der Übernahme von Motorola ist Google 2012 ist die Hardware-Produktion eingestiegen. Bislang belastet die Sparte allerdings die Bilanz mit Verlusten.

  • Chrome OS

    Google will mit Chrome OS ein neuartiges Betriebssystem für Computer etablieren – es setzt voll aufs Internet und ruft Daten und Dienste aus der „Wolke“ ab. Mit dem System will das Unternehmen seine Produkte verbreiten. Bislang ist die Verbreitung von Chrome OS allerdings noch überschaubar.

Google wolle unter anderem Frequenzen für TV-Übertragungen nutzen, wo dies von den Regulierern zugelassen sei. Mit der südafrikanischen und der kenianischen Regierung habe der Konzern aus Kalifornien bereits über eine Änderung der Regeln für die Nutzung von Frequenzen verhandelt. Außerdem arbeite das Unternehmen an billigeren Smartphones mit dem Betriebssystem Android für Entwicklungsländer.

Führende Google-Manager hatten schon lange angekündigt, sie wollten helfen, Menschen in entlegenen und ärmeren Regionen ins Internet zu bringen. Wirtschaftlich erklärt der Konzern, er werde davon profitieren, weil mehr Menschen seine Suche nutzen und auf Anzeigen klicken würden. Schätzungen zufolge nutzt rund die Hälfte der Erdbevölkerung kein Internet.




  • 25.05.2013, 15:11 Uhreddi

    Google kann in Deutschland damit anfangen.. ;-)

  • 25.05.2013, 13:13 UhrAlvaro

    Kennt der Author den Unterschied zwischen W-LAN und Mobilfunk?

  • 25.05.2013, 12:03 UhrGoogle_Sucks

    Google macht das
    1. nicht aus Philanthropie
    2. nicht aus Gründen der Entwicklungshilfe
    3. nicht, weil sie ein Herz mit den Armen noch nicht and den Werbekanal der westlichen Welt Angebundenen haben

    Google investiert in den Markt der Zukunft, steckt die Claims für ihre Monopolinteressen gleich von Beginn an ab.

    Die googlesche Verblödung der letzten Winkel der dritten Welt beginnt:
    dubiose Suchalgorithmen und Werbung statt traditionelle Kultur. Die Gewinne werden auch in Zukunft sprudeln... mit Datenschutz werden sie dort nicht auf Widerstand stoßen, ein leichtes Spiel.

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