Medienbericht
Kartellauflagen bei Springer-Deal schmerzen Funke

Die Funke Mediengruppe schmerzen die Kartellauflagen im Rahmen des Axel-Springer-Deals. Doch trotz des Zwangsverkaufs von acht Zeitschriften ist Geschäftsführer Manfred Braun mit dem Geschäft zufrieden.
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FrankfurtDie Funke Mediengruppe bezeichnet die Auflagen des Bundeskartellamts beim Kauf von Programmzeitschriften des Axel-Springer-Verlags als „sehr schmerzlich“. Durch den erzwungenen Verkauf von acht Titeln an den Konkurrenten Klambt fehle Funke jetzt eine ganze Reihe von Produkten, sagte Geschäftsführer Manfred Braun dem Nachrichtenmagazin „Focus“ laut Vorabbericht von Sonntag. „Wir müssen unser Organisationssystem neu darauf abstellen.“ Das sei ein schweres Stück Arbeit.

Das Bundeskartellamt hatte den Funke-Springer-Deal Ende April unter bestimmten Bedingungen bewilligt. Demnach musste Funke die von Springer übernommenen Zeitschriften „Bild Woche“, „Funk Uhr“ und „TV Neu“, sowie die Funke-Titel „Die Zwei“, „Super TV“, „TV 4 Wochen“, „TV 4x7“ und „TVpiccolino“ an die Mediengruppe Klambt, die bisher keine Programmzeitschriften herausgibt, veräußern.

Dennoch zeigte sich Braun mit dem nun vollzogenen Geschäft zufrieden. „Ich fühle mich sehr wohl mit dem Kauf“, sagte er. „Wenn ich den Substanzwert etwa einer 'Hörzu' betrachte, kenne ich kaum vergleichbare Mediengeschäfte, die eine solche Rendite nachhaltig erwirtschaften.“ Noch höher seien die Renditen von „TV Digital“ und „Bild der Frau“, so Braun. „Wir sprechen hier schon von zweistelligen Renditen.“ In der Industrie müsse man nach ähnlichen Werten lange suchen.

Der Deal mit den Programmzeitschriften ist Teil eines Gesamtpakets. Mitte 2013 hatte Springer angekündigt, für 920 Millionen Euro traditionsreiche Blätter wie das „Hamburger Abendblatt“ und die „Hörzu“ an die Funke Mediengruppe zu verkaufen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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