Medienbericht
Mehrere Interessenten für Nokia Siemens Networks

Nokia widerspricht Meldungen, es gebe wegen des Ausstiegs der Investoren KKR und TPG aus dem Bieterrennen nur noch einen Interessenten für das Joint-Venture.
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Helsinki/LondonNokia hat einem Pressebericht zufolge weiterhin mehrere Interessenten für die verlustreiche Nokia Siemens Networks (NSN). Es würden zur Zeit „konstruktive Gespräche“ mit mehreren Bietern über einen Verkauf des
Joint Venture mit der Siemens AG geführt, sagte der finnische Handy-Hersteller dem „Wall Street Journal“ am Freitag.

Zuvor hatte die „Financial Times“ berichtet, dass die US-Finanzinvestoren KKR und TPG aus dem zähen Bieterrennen ausgestiegen seien. Nach monatelanger Sondierung hätten sich beide Unternehmen nicht auf ein gemeinsames Gebot verständigen können, berichtete die „Financial Times“ unter Berufung auf mehrere Quellen. Damit hätte es mit dem Investorenkonsortium aus Gores Group und Platinum Equity nur noch einen Interessenten für das Gemeinschaftsunternehmen des finnischen Handyherstellers und des deutschen Elektronikkonzerns gegeben.

Dem widersprach Nokia-Sprecher Doug Dawson im „Wall Street Journal“: Man sei weiterhin in konstruktiven Gesprächen mit mehreren Parteien, sagte Dawson der Zeitung. Angesichts der schwachen Ertragslage und des weiteren Umstrukturierungsbedarfs bei dem Telekomausrüster zieht sich der Verkaufsprozess seit langem hin.

Am Markt herrscht Skepsis, ob es angesichts einer Preisforderung von angeblich mehreren Milliarden Dollar wirklich zum Verkauf kommt. Analysten machen laut „FT“ vor allem Nokia für den schleppenden Fortgang verantwortlich. Der Handy-Hersteller hat auch in seinem Hauptgeschäft große Schwierigkeiten und könne sich daher kaum um NSN kümmern.

Das ungeliebte Tochterunternehmen hat Siemens und Nokia in den vergangenen Jahren hohe Verluste eingebracht und kämpft mit einem starken Wettbewerb in der Branche. In der Vergangenheit gab es immer wieder Berichte, dass Nokia und Siemens einen Ausstieg aus dem Joint Venture erwägen, auch ein Börsengang wurde dabei immer wieder als mögliches Szenario genannt.

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