Bitteres Ende einer langen Partnerschaft: Apple und Samsung sind durch den Patentkonflikt heillos zerstritten. Laut einem Zeitungsbericht kommen daher in iPad und iPhone bald keine Samsung-Bildschirme mehr zum Einsatz.

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  • Zuletzt kaufte ich von der Firma Apple den Power Mac G4. Ist mehr als 11 Jahre her. Das darin verbaute „SuperDrive“ war lediglich ein CD/DVD Drive von Pioneer. Allerdings kostete das Laufwerk direkt über Pioneer bezogen deutlich weniger als bei Apple. Seitdem mache ich um das Unternehmen einen großen Bogen. Veräppeln lasse ich mich nicht.

  • Im Jahr 1995 kaufte ich meinen ersten AppleMac, einen Performa 630 mit 2 MB/Ram und 250 MB Festplatte. Grund war das überhebliche Getue von Microsoft und deren Abschottung gegen andere Anbieter.
    Bis heute zähle ich zu den Apple-Jüngern, mittlerweile schwindet jedoch meine Überzeugung. Täglich stelle ich mir die Frage, warum ich die letzten fünf Jahre den Laden mit dem Kauf neuer Geräte unterstützte.

  • Und ich dachte Apple stellt die Displays selbst her, schließlich hat man die hohe Auflösung des Displays als eine Innovation verkauft ;-) Gibt es überhaupt noch etwas, was Apple selbst entwickelt? Oder beschäftigt man nur noch Juristen statt Ingenieure?

  • Apple verliert mit den vielen Streitigkeiten gegen wen auch immer sein Momentum. Die Firma ist nicht mehr auf den Kunden fokussiert sondern auf den Wettbewerber. Siehe Kartenservice. Apple nimmt eine viertklassige Lösung weil sie mit der erstklassigen Lösung von Google im Patentstreit liegen. Damit verliert Apple in den Augen seiner Kunden den Heiligenschein, weil sich viele für Apple entschieden haben, weil sie davon ausgehen konnten, dass sie mit dieser Entscheidung das State of the Art erwerben. Das ist dahin, das ist Vergangenheit. Apple überlässt es Samsung die Kundenorientierungs-Oscar. Wie iPhone 5 zeigt, ist die Kombination aus Hardware und Software teilweise ein Kompromiss aus Patentstreitigkeiten und Wettbewerbsbeschränkungen. Apple hat sich selbst mit seinem Nuclear War um Patente in eine Sackgasse getrieben. Nun kommt die Phase dem Markt mit Produktvariationen nachzuhetzen und damit wird der Fokus auf Innovation und kompromissloser Kundenorientierung weiter verwässert.

  • Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. In diesem Fall ist das LG oder SHARP. Der Ausstieg von Samsung als Hauslieferant von Apple stärkt ihre jeweiligen Verhandlungspositionen als neue Lieferanten. Apple wird bei neuen Verträgen ein paar Kröten schlucken müssen, denn zuverlässige Lieferanten wachsen nicht auf Bäumen. Dadurch werden die Herstellungskosten insgesamt teurer und der Endpreis für Kunden wird steigen. Auf keinen Fall werden LG oder SHARP zu schlechteren Konditionen als SAMSUNG produzieren. Nun muss Apple Klinken putzen.

Mehr zu: Medienbericht - Samsung liefert Apple keine Displays mehr

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