Medienbericht
Telekom-Deal droht Gegenofferte

Die Fusion mit dem US-Konkurrenten MetroPCS soll dem Mobilfunktgeschäft der Telekom in den Vereinigten Staaten zu Schwung verhelfen. Doch dem Konzern droht jetzt eine Gegenofferte das Geschäft zu vermiesen.
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New YorkDer US-Konzern Sprint Nextel erwägt Kreisen zufolge eine Gegenofferte für die von der Deutschen Telekom umworbene Mobilfunkfirma MetroPCS. Sprint denke darüber nach, eine höhere Offerte vorzulegen als die Telekom-Tochter T-Mobile USA, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Der drittgrößte Mobilfunkanbieter könnte mit einem Angebot aber auch noch warten, bis die geplante Fusion von MetroPCS und T-Mobile USA abgeschlossen sei, hieß es. Sprint Nextel lehnte eine Stellungnahme ab.

T-Mobile USA und MetroPCS hatten ihre Fusionspläne am Mittwoch öffentlich gemacht. Die Zustimmung der MetroPCS-Aktionäre steht aber noch aus. Beide Unternehmen hatten erklärt, in einem neuen Unternehmen aufzugehen, an dem T-Mobile USA drei Viertel und MetroPCS ein Viertel der Anteile halten sollen. Zudem sollen die PCS-Aktionäre 1,5 Milliarden Dollar in bar erhalten. Von den Erwägungen bei Sprint Nextel berichtete auch der Fernsehsender Bloomberg TV.

Die Telekom setzt auf die Einverleibung von MetroPCS, um als Billiganbieter auf dem Markt zu punkten. Vor allem mit günstigen Angeboten wolle man Punkten und zu den größeren Wettbewerbern aufschließen, sagte Telekom-Chef René Obermann in eine Video-Botschaft an die Telekom-Beschäftigten. Die neue Gesellschaft werde „ein aggressiver Anbieter im amerikanischen Markt sein“. Ursprünglich hatte die Telekom versucht, die US-Tochter an den Rivalen AT&T zu verkaufen. Das Geschäft war jedoch am Widerspruch amerikanischer Behörden gescheitert, die eine zu große Konzentration auf dem Mobilfunk-Markt befürchteten.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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