Medienbericht
Telekom will US-Mobilfunkmasten verkaufen

Die Deutsche Telekom will einem Zeitungsbericht zufolge ihre Mobilfunkmasten in den USA loswerden. Von drei Interessenten habe Crown Castle International die besten Chancen, als Käufer den Zuschlag zu erhalten.
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New YorkDie Deutsche Telekom steht einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor dem Verkauf ihrer Mobilfunkmasten in den USA. Der Infrastrukturinvestor Crown Castle International habe die besten Chancen, den Zuschlag zu erhalten, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Der Kaufpreis könne bei mehr als zwei Milliarden Dollar liegen. Die Mobilfunktochter T-Mobile lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Die anderen Unternehmen waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Der Bericht verhalf der Telekom-Aktie in einem eher flachen Gesamtmarkt zu einem Kursplus von 1,30 Prozent auf 9,29 Euro.

Nach dem gescheiterten Verkauf ihrer US-Tochter T-Mobile USA hatte die Deutsche Telekom erklärt, sie prüfe einen Verkauf ihrer 37.000 Mobilfunkmasten in den USA. Anschließend würde der Mobilfunkbetreiber die Anlagen zurückmieten. Der eigentlich geplante Verkauf des US-Geschäfts an AT&T war Ende Dezember geplatzt, weil die US-Behörden Einwände hatten.

Crown Castle International betreibt bereits Mobilfunkmasten in den USA. Der 1994 gegründete Konzern besitzt nach eigenen Angaben 22.000 Mobilfunkstationen in den USA und 1.600 in Australien. Im zweiten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen bei einem Umsatz von 586 Millionen Dollar einen Nettogewinn von 116 Millionen Dollar. Der Zeitung zufolge sind die Konkurrenten American Tower und Global Tower Partners ebenfalls noch im Rennen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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