Medienberichte dementiert
Murdoch und Dow Jones ringen weiter um Übernahme

Die seit Monaten andauernden Übernahmeverhandlungen zwischen Milliardär Rupert Murdoch und dem US-Medienkonzern Dow Jones ziehen sich entgegen anders lautender Medienberichte weiter hin. Vor allem der Preis sei noch immer strittig, hieß es am Freitag aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen.

HB NEW YORK. Murdoch bietet fünf Mrd. Dollar. Ein Sprecher von Dow Jones dementierte einen Bericht des Londoner Magazins „The Business“, wonach sich beide Seiten schon auf eine Übernahme geeinigt haben. Dem Blatt zufolge soll bereits kommende Woche eine Vereinbarung bekannt gegeben werden. Der Sprecher sprach von „falschem Alarm“.

Vergangene Woche hieß es aus Kreisen bereits, beide Seiten hätten sich auf die Einsetzung einer unabhängigen Kommission geeinigt. Diese solle nach einer Übernahme die leitenden Redakteure der wichtigsten Dow-Jones-Zeitung „Wall Street Journal“ ernennen und abberufen können. Damit versuchte Murdoch Befürchtungen der Bancroft-Familie, die Dow Jones kontrolliert, vor einer Einmischung des Milliardärs in die redaktionelle Arbeit entgegen zu treten. Die Frage der redaktionellen Freiheit ist ein Knackpunkt der Gespräche über das Kaufangebot für den 125 Jahre alten Traditionsverlag.

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