Medienberichte über Rickes Abtritt
Heftiges Sägen an Rickes Stuhl

Die Gerüchteküche um Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke brodelt wieder heftig. Zwei übereinstimmenden Medienberichten zufolge muss Ricke demnächst seinen Posten räumen. Schon Mitte November soll es soweit sein. Wer der Nachfolger wird, wissen die beiden Zeitungen auch schon.

HB FRANKFURT. Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke muss einem Zeitungsbericht zufolge voraussichtlich noch in diesem Jahr seinen Posten räumen. Das berichten übereinstimmend die „Bild“-Zeitung und die „Süddeutsche Zeitung“

Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom werde am 19. November zu einer Sondersitzung zusammen kommen, um über die Zukunft des Konzernchefs und einen möglichen Nachfolger zu beraten, meldete die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf informierte Kreise. Als Nachfolger sei der Chef der Tochter T-Mobile, Rene Obermann, im Gespräch, berichtete die Zeitung weiter. Es gebe jedoch noch keinen formalen Beschluss.

Die Deutsche Telekom wollte sich zu den Berichten nicht äußern. Es handele sich um Spekulationen, die das Unternehmen nicht kommentiere, sagte ein Sprecher am Freitagabend. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums erklärte, es handele sich um „eine Angelegenheit des Aufsichtsrates. Die Bundesregierung gibt keinen Kommentar ab“.

Die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt weiter, das Präsidium des Aufsichtsrates habe auf seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch entschieden, die Verlängerung von Rickes Vertrag nicht auf die Tagesordnung der nächsten Aufsichtsratssitzung zu setzen. Dieses Treffen sei ursprünglich für den 5. Dezember vorgesehen gewesen. Stattdessen werde das Gremium nun aber schon in der zweiten Novemberhälfte tagen. Dies hätten „mehrere mit der Sache Vertraute“ bestätigt. Als Termin für diese außerordentliche Aufsichtsratssitzung werde der 19. November angestrebt.

Erst Ende Oktober hatte Telekom-Aufsichtsratschef Klaus Zumwinkel Medienberichte über eine nur dreijährige Verlängerung der Amtszeit von Ricke als „Unsinn“ bezeichnet. Schon im September hatte das „Manager Magazin“ gemeldet, Telekom-Großaktionär Blackstone dränge auf eine Ablösung Rickes. Der US-Finanzinvestor traue es dem Management nicht zu, den Aktienkurs des Unternehmens wieder nach oben zu bringen.

Blackstone hatte im Frühjahr für 2,7 Mrd. Euro einen Anteil von 4,5 Prozent an der Telekom von der staatlichen Förderbank KfW erworben.

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