Medienbranche
Kinowelt-Kölmel übernimmt Zweitausendeins

Der Medienunternehmer Michael Kölmel hat sich einen Vertriebskanal für Filme auf DVD zugelegt, die seine Kinowelt-Gruppe herausbringt: Zusammen mit seinem Bruder Rainer übernimmt Michael Kölmel den Frankfurter Verlag Zweitausendeins.

HB MÜNCHEN. Die Beteiligungsgesellschaft der Brüder Kölmel, die MK Medien Beteiligungs GmbH, teilte am Dienstag in München mit, sie habe den 1969 gegründeten Verlag zu 100 Prozent übernommen. Über den Preis sei Stillschweigen vereinbart worden. Zweitausendeins verkauft über Versandkataloge Bücher, CDs, DVDs und Software. Zudem verlegt Zweitausendeins eigene Bücher und betreibt in Deutschland zwölf Läden. Mit 150 Mitarbeitern setzte der Verlag im vergangenen Jahr rund 40 Millionen Euro um.

Die Marken des Verlags sollen erhalten bleiben, sagte Michael Kölmel. „Hier finden zwei Partner zusammen, deren Profile am Markt auf eine im Kern gemeinsame, anspruchsvolle Zielgruppe zugeschnitten sind.“ Kölmel schwebt vor allem die Expansion im Internet vor.

Kinowelt ist mittlerweile im inländischen Filmverleih wieder die Nummer zwei unter den unabhängigen Gesellschaften hinter Constantin. Dazu kommt das Geschäft mit der Auswertung von Filmen auf DVD. 2001 musste das Unternehmen nach einer ungebremsten Expansion Insolvenz anmelden. Der wegen Untreue und Insolvenzverschleppung zu einer Bewährungsstrafe verurteilte Kölmel hatte mit seinem Bruder das Kerngeschäft aus der Insolvenzmasse zurückgekauft und das Unternehmen in Leipzig neu gegründet.

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