Medienbranche
Werbeflaute belastet RTL Group

Die Werbeeinnahmen sind mau, nun versucht Europas größter Fernsehkonzern RTL Group mit einem strikten Sparkurs dagegenzuhalten. Umsatz und Ergebnis sind im ersten Halbjahr gesunken, unter der Strich fiel wegen Abschreibungen sogar ein Verlust an. Vorstandschef Gerhard Zeiler ist wenig optimistisch.

HB LUXEMBURG. Die RTL Group leidet in der Wirtschaftskrise unter wegbrechenden Werbeeinahmen und verordnet sich einen strikten Sparkurs. Im ersten Halbjahr fiel der Umsatz des größten europäischen Fernsehkonzerns im Vergleich zum Vorjahr um knapp zehn Prozent auf rund 2,6 Mrd. Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verringerte sich von 502 auf 318 Mio. Euro. Unterm Strich wies die RTL Group einen Verlust von 62 Mio. Euro aus - nach einem Gewinn 391 Mio. Euro im Vorjahr. Ausschlaggebend für den Umsatz- und Gewinneinbruch ist nach Angaben des Senders vor allem die durch die Konjunkturkrise ausgelöste Werbeflaute. Die Ausgaben für Fernsehwerbung seien in ganz Europa im zweistelligen Bereich gesunken, hieß es.

Hinzu kämen Restrukturierungskosten und gestiegene Anlaufverluste durch die erstmalige Konsolidierung der griechischen Alpha Media Group. Eine baldige Erholung des Werbemarkts sei nicht in Sicht, sagte der Vorstandsvorsitzende Gruppe, Gerhard Zeiler. Deshalb sei es das Ziel, weiter gezielt bei den Produktions- und Einkaufskosten zu sparen. Im ersten Halbjahr seien erste Sparmaßnahmen bereits erfolgreich angelaufen.

Zeiler zufolge ist es gelungen, die Zuschauerzahlen in den Hauptmärkten Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Belgien zu steigern. Die Mediengruppe RTL Deutschland konnte ihre Marktführerschaft gegenüber der ProSieben-Sat1-Gruppe demnach um 4,5 Prozentpunkte ausbauen.

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