Der Medien-Kommissar
Ende der Kuschelzone für ARD und ZDF

CSU-Chef Horst Seehofer fordert eine Fusion zwischen dem Ersten und dem Zweiten. Auch der frisch gewählte Chef des Privatsenderverbands VPRT, Hans Demmel, setzt auf eine klare Ansage gegenüber den Öffentlich-Rechtlichen.
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Für seinen Vorstoß, ARD und ZDF zu einer einzigen Fernsehanstalt zu fusionieren, findet Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer schnell Unterstützer. Von der FDP kommt Rückenwind: Christian Lindner, Chef der Liberalen, tritt für eine Schlankheitskur bei Europas teuerstem öffentlichen-rechtlichen Rundfunk ein. ARD und ZDF nehmen allein aus den Rundfunkgebühren jährlich mehr als acht Milliarden Euro ein.

Lindner stellt sich eine Halbierung der fast zwei Dutzend Kanäle (ARD, ZDF, BR, SWR, HR, MDR, WDR, NDR, SR, RB, RBB, ARD Alpha, One, Eins Festival, Tagesschau 24, ZDF, ZDF Neo, ZDF Kultur, 3Sat, Phoenix, Arte, Kinderkanal) ein. In den Reihen der Freidemokraten rumort es ähnlich wie in der CSU seit langem gegen das opulente System von ARD und ZDF mit rund 25.000 Festangestellten – mehr als doppelt so viel wie Europas größter Fernsehkonzern RTL Group.

Eine Schlankheitskur ist alles andere als einfach. Denn die Sender lassen sich nicht verkaufen. Für Anstalten wie das ZDF, das seine Gründung ohnehin nur einen rundfunkpolitischen Unfall in der Adenauer-Zeit zu verdanken hat, würde sich kein privater Käufer finden. Deshalb macht eine Fusion wie sie Seehofer vorschlägt durchaus großen Sinn.

Rückenwind erhält der bayerische Ministerpräsident auch der Medienbranche. „Wir freuen uns über jeden Vorschlag, der die Strukturdebatte im öffentlich-rechtlichen Rundfunk befördert und sich keine Denkverbote setzt“, sagte Hans Demmel, frisch gewählter Vorstandsvorsitzender des Privatsenderverbands VPRT. Der 60-Jährige löste vor kurzem den RTL-Juristen Tobias Schmidt ab, der als Direktor zur nordrhein-westfälischen Landesanstalt für Medien wechseln wird. Mit der Wahl Demmels auf den Chefsessel beim VPRT bleibt das Amt weiter in den Händen von Deutschlands größtem Privatsender.

Der gebürtige Oberbayer Demmel, früher Reporter des Bayerischen Rundfunks, will gegenüber ARD und ZDF künftig mehr Kante zeigen. Die Zeiten der Kuschelzone mit den Privaten sind passé. „Mit ARD und ZDF sind wir grundsätzlich in einem konstruktiven Dialog. Auf dieser Basis können und müssen wir einige Themen aber auch hart und deutlich formulieren. Das betrifft insbesondere Fehlentwicklungen im Radio und die weitere Entwicklung im Onlinebereich“, sagte mir Demmel, dessen Sender N-TV entgegen anders lautenden Spekulationen schwarze Zahlen liefert. „Wir müssen uns die Fragen stellen, ob die Gebühren wirklich für die richtigen Aufgaben eingesetzt werden”, fordert Demmel. „Gebühren dürfen nicht in zusätzliche Expansion verwendet werden, um einen Verdrängungswettbewerb einzuleiten.”

Auch  der Dax-Konzern Pro Sieben Sat 1 aus Unterföhring hofft, dass Seehofers Vorschläge endlich zu wirklichen Reformen führen. „Ich denke, das Verhältnis von Politik und öffentlich-rechtlichem Rundfunk ist so eng, dass sein Vorstoß in den vielen gemeinsamen Gremien sicher ergebnisoffen diskutiert wird“, sagte Julian Geist, Sprecher des Konzerns und VPRT-Vizechef.

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  • Ralph S.25.08.2016, 12:45 Uhr
    Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme.

  • Ralph S.05.09.2016, 11:33 Uhr
    Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

    Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

  • Ralph S.17.08.2016, 15:55 Uhr
    Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

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