Der Medien-Kommissar
Olympia-Gegner schocken ARD und ZDF

Mit ihrem Votum gegen die Olympischen Winterspiele 2022 in Deutschland haben die Bürger ein mediales Großereignis gestoppt. Dabei hätten ARD und ZDF das Ringe-Spektakel im eigenen Land dringend brauchen können.
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Es war ein Faustschlag ins Gesicht der Politik, des Sports und der Medien. Mit einem völlig unerwarteten Votum haben die Bürger die Olympischen Winterspiele 2022 in München und Oberbayern ins Abseits geschossen. Trotz eines medialen Trommelfeuers haben die Macher eine Abstimmungspleite mit Folgen kassiert. Denn die Bürger wollen kein Ringe-Spektakel, bei dem Sponsoren und Werbetreibende zunehmend wichtiger werden als die Sportler selbst, bei dem selbstherrliche IOC-Funktionäre auftreten wie diktatorische Potentaten.

Der Bürgerentscheid ist bitter für ARD und ZDF. Denn sie hätten die Abfahrtsläufer, Skispringer, Schlittschuhläufer und Eishockeyspieler gut gebrauchen können. Die Fernsehrechte der Olympischen Spiele sind stets eine Verjüngungskur für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk – vor allem wenn die Wettkämpfe im eigenen Land stattfinden.

Die Kanäle leiden seit Jahren über eine Überalterung. Sowohl beim Ersten als auch das Zweiten sowie bei allen Dritten Programmen liegt das Durchschnittsalter der Zuschauer bei 60 Jahren und darüber. Ohne Sportgroßereignisse muss das Gebührenfernsehen längst auf einen Großteil der Bürger verzichten.

Die Überalterung wird zunehmend ein Problem. Denn mit der Einführung der neuen Rundfunkgebühr werden auch die jungen Singe-Haushalte zur Kasse gebeten, selbst wenn sie bereits seit Jahren die Angebote der Öffentlich-Rechtlichen gar nicht nutzen. Um die Zwangsgebühren politisch rechtfertigen zu können, brauchen ARD und ZDF mehr denn je, die Zuschauer außerhalb des Seniorenalters – sonst sinkt die Akzeptanz für ihre Art von Bezahlfernsehen noch weiter.

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Der Geldbeutel der Gebührenzahler wird geschont

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  • ARD und Politiker sind identisch, genau so ehrlich, genau so Wahrheits-liebend.

    Und Erika verrät uns lieber an die NSA (Meneid), als dass sie einen Volksentscheid zulässt. Erika und Herr Klauck hassen das Volk und die ehrliche ehrliche Meinung der Bürger. Ich glaube, lieber springen diese beiden Ehrenmenschen vom Berliner Funkturm, als dass sie es noch einmal hören müssen:

    „WIR SIND DAS VOLK“

  • Der Bürgerentscheid ist kein Votum gegen den Sport. Es ist ein Votum gegen die doppelte Ausplünderung (durch Steuern und GEZ), es ist ein Votum gegen den Kommerz, gegen die Reichen, Steuervermeider und -hinterzieher, es ist ein Votum gegen die Finanzierung der Parties der Reichen, bei den die Bezahler maximal Zaungäste sein dürfen. Und es ist ein klares Zeichen, daß die Menschen sich nicht länger veräppeln lassen. Sie wissen ganz genau, daß außer Kosten bei ihnen nichts hängen bleibt. So war es auch mit dem Votum gegen die 3. Startbahn, die Menschen wissen, daß dies ein Fass ohne Boden wird, an dem ihre mühsam erarbeiteten Steurgelder versumpfen.
    Ich gehöre übrigens der beschriebenen "älteren" Generation an.

  • Ein Fingerhut voll Glück, und wir sind die ganze ARDZDFGEZ-Bande noch vor 2022 los!

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