Der Medien-Kommissar TV-Kampfplatz der Gefühle

Das Fernsehduell zwischen Donald Trump und Hillary Clinton wird zum Meilenstein. Früher prägte der Wettbewerb um die besten Informationen Medien und Politik. Heute zählt nur noch die Emotionalisierung.
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Handelsblatt-Korrespondent Hans-Peter Siebenhaar wirft wöchentlich einen Blick auf die Medienbranche.
Der Medien-Kommissar

Handelsblatt-Korrespondent Hans-Peter Siebenhaar wirft wöchentlich einen Blick auf die Medienbranche.

Wenn Uwe-Karsten Heye aus seiner Zeit als Regierungssprecher unter dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) erzählt, stellt sich bei dem heute 76-Jährigen eine nachvollziehbare Melancholie ein. Als er 1998 ins Kanzleramt in Berlin einzog, sollte mit der höfischen Pressearbeit noch unter Helmut Kohl (CDU) Schluss sein. Alle Journalisten – in- und ausländisch – sollten grundsätzlich den gleichen Zugang zur politischen Macht haben. Der Kampf um die besten Informationen sollte fair und transparent ablaufen – soweit die Theorie. Denn Heye dachte damals, in einer Demokratie entscheiden Informationen über den politischen Meinungsprozess, wie er bei einem Besuch in Wien erzählt. Heute weiß der Vorstandsvorsitzende des Vereins „Gesicht zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland“: diese Zeiten sind passé.

Was ist passiert? Miriam Meckel, Chefredakteurin der Wirtschaftswoche, brachte es vor wenigen Tagen bei den Österreichischen Medientagen auf den Punkt: Wir leben in einem postfaktischen Medienzeitalter. In der digitalen Welt dominieren nicht mehr Informationen, sondern Emotionen. Der Zugang zu Information – wie noch zu Zeiten eines Regierungssprechers Heye um die Jahrtausendwende – entscheidet in einer heutigen Mediokratie nicht mehr über den medialen Willensbildungsprozess oder gar über Zustimmung beziehungsweise Ablehnung von Politiken.

Aus dem früheren Marktplatz der Ideen, Informationen und Meinungen ist heute ein Kampfplatz der Gefühle, Verzerrung und sogar Lüge geworden. Meckel hat bei ihrem Auftritt in Wien einen freien und fairen Wettbewerb gefordert.

Die Frage ist nur: Wie kann dieser mediale Raum, in dem Verantwortung, Ehrlichkeit und Würde noch einen Platz haben, überhaupt geschaffen werden? Der Kommunikationswissenschaftler Stephan Ruß-Mohl schlägt ein gemeinsames Anti-Kartellverfahren der USA und der Europa-Union gegen Giganten wie Google, Facebook, Apple, Microsoft und Amazon vor. Doch ist das ein wirksames Mittel für die Rückkehr in das faktische Medienzeitalter? Wohl kaum.

Trump ist nur mit Fakten nicht zu schlagen
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18 Kommentare zu "Der Medien-Kommissar: TV-Kampfplatz der Gefühle"

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  • Danke, Herr Spiegel! Es ist immer wieder ein Vergnügen, den Gourmet Ralph S. dabei zu beobachten, wie er im eleganten Smoking nach Wiesbaden fährt. Herrlich!

  • Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme.

  • Bin nur 2x im Jahr in der Domstadt. Im Frühjahr zur FIBO, da der Kolibri als Sportwissenschaftlerin nach dem Uniabschluss als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten wird, und wir uns dort weitergehende Expertise holen. Und im Sommer zu den Kölner Lichter wegen des geilen Feuerwerks am Rhein. Außerdem hatte ich mal dort eine City-Immobilie im Townhaus-Stil, die ich aber dieses Jahr verkauft habe.

  • Wer braucht denn " Online-Dating-Portale " wenn es Muckibuden zum Eisen biegen für uns Männer und für die Ladys den Knack-Po zum trainieren gibt ?

    Wenn ich Lust habe auf Spielbank, dann mache ich das ja auch nicht Online am PC. Sondern ziehe mir einen eleganten Smoking an, fahre nach Wiesbaden und verbinde das Ganze mit einem Besuch im Gourmetrestaurant Ente und einer Übernachtung im Nassauer Hof.

  • Ergänzung zu folgendem Ausschnitt aus meinem Kommentar von 13:49 Uhr:

    "Nationalismus (und Patriotismus, und Idealismus, überhaupt alles auf "ismus") ist SCH.... !!!"

    Um nicht missverstanden zu werden, möchte ich ganz deutlich klarstellen, dass Nationalismus und Patriotismus NICHT dasselbe sind wie Heimatverbundenheit!

  • Enrico "FatFinger" Caruso26.09.2016, 13:42 Uhr

    hat unter anderem geschrieben :

    Für die reale Politik hat Trump einen ganz gewaltigen Vorteil: Bei seinem Reichtum ist er nicht mehr käuflich. (Bill) Clinton ist Anfang der 90er von den Banken finanziell massiv unterstützt worden, sie haben ihn zum Präsidenten gemacht. Zuvor war er nahezu mittellos

    ........................

    Bill Clinton hat aber für Europas Frieden und Stabilisierung sehr viel getan !

    Er hat den Spuck in Ex-Jugoslawien einen Ende gesetzt !

    Auch seine Frau dürfte bei der jagt nach BIN LADEN eine große Rolle gespielt haben...während Herr Barack Obama in dieser zeit " KARTENSPIELE IN SEINEM PC " gespielt haben soll. ( so die medien ).

    Und wer glaubt dass Hillary Clinton etwas gutes für die USA wäre...vergißt dass diese Dame nur am Knopf drücken wäre für Atombomben wenn es in der Welt zu größere Konflikte kommen sollte.

    Also da ist mir Herr Trump absolut sicherer obwohl er sich nicht berechnen läßt...was für einem USA aber auch interessant und sogar mehr Sicherheit bei allem bieten kann.

    Unberechenbarkeit ist teilweise sehr gesund....bei allem !

    :-)))


  • Frau Annette Bollmohr26.09.2016, 13:49 Uhr
    Zu @Frau Annette Bollmohr, 26.09.2016, 13:40 Uhr:
    Dieser Kommentar gehört woanders hin, habe mich vertan. Sorry.

    ........................

    Sehr geehrte Frau Annethe Bollmohr...

    wir brauchen uns nicht zu entschuldigen wenn wir unter den Rubriken Posten wo uns " SOLLTEN FREIER EUROPÄER SEIN " als Rest übrig bleibt um unserer meinung endlich kund zu geben !

    Europa hat seine Demokratie und Rede-Freiheit verloren...Dank der europäischer Union dessen ständigen versagen und Mangel an Kritikfähigkeit...dann werden eben Kommentare nicht mehr zu jedem thema zugelassen...aber wir dürfen uns das nicht bieten lassen.

    dann kann keiner sagen dass sich niemanden in europa davon gestört gefunden habe...wir haben es reklamiert !!!

    WEITER SO !

    :-)))


  • @ Frau Annette Bollmohr

    Und Ihr neuester Post soll jetzt also im Thema sein??? Gönnen Sie sich mal etwas frische Luft.

  • Zu @Frau Annette Bollmohr, 26.09.2016, 13:40 Uhr:
    Dieser Kommentar gehört woanders hin, habe mich vertan. Sorry.


    Wollte eigentlich diesen hier platzieren:

    Hat gestern das "Weltspiegel-Spezial" über die baltischen Länder und Kaliningrad gesehen?

    Interessant, wie immer.

    Und aufschlussreich, in dem Sinne, dass man mal wieder feststellen kann:

    Nationalismus (und Patriotismus, und Idealismus, überhaupt alles auf "ismus") ist SCH.... !!!

    (Zwar etwas knapp formuliert, aber aus meiner Sicht inhaltlich stimmig.)

  • Frau "Annette Bollmohr" ist mal wieder im falschen Thema. Bei der geht alles durcheinander.

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