Der Medien-Kommissar
Warum finanzieren ARD und ZDF das Fifa-System?

Die Rundfunkgebühren aus Deutschland finanzieren das offenbar korrupte System des Weltfußballverbandes. Doch die Anstalten wollen aus ihrer Mitverantwortung keine Konsequenzen ziehen.
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WienWenn Günther Jauch im Ersten zur Diskussion über die schweren Korruptionsvorwürfe gegen die Fifa einlädt, darf die Eigendarstellung der ARD als investigativer, unabhängiger Sender im Kampf für eine bessere Fußballwelt nicht fehlen. Tatsächlich haben die Reporter des Ersten Beachtliches geleistet, um die unmenschlichen Arbeitsbedingungen von ausländischen Bauarbeiten in Katar aufzuklären. Der Golfstaat wurde von der Fifa zum Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2022 gewählt.

Was jedoch Jauch und auch die ARD in der Talksendung unter den Tisch fallen lassen: Das öffentlich-rechtliche Fernsehen ist einer der Hauptfinanziers der Fifa. Die Hunderte von Millionen Euro an deutschen Rundfunkgebühren halten seit vielen Jahren das korrupte System unter der Ägide von Fifa-Präsidenten Joseph Blatter am Leben.

Sowohl für die Fußball-WM in Russland im Jahr 2018 und auch vier Jahre später in Katar haben ARD und ZDF einen dreistelligen Millionenbetrag auf das Konto der Fifa in Zürich überwiesen. Insider gehen davon aus, dass die Fernsehrechte an der Fußball-WM an die 200 Millionen kosten. Genaue Zahlen verraten weder ARD und ZDF, schon gar nicht die Fifa. Dabei gibt es ein Recht der zahlenden Bürger und Unternehmen zu erfahren, wohin ihre per Zwangsabgabe gezahlten Gebühren hinfließen. Doch das ist den Granden der Rundfunkanstalten schon immer egal gewesen.

Angesichts des größten Fifa-Korruptionsskandals in der Geschichte des steuerfreien Verbandes ist es dringend an der Zeit, dass ARD und ZDF die Zusammenarbeit mit der offenbar immer tiefer in illegalen Aktivitäten verstrickten Organisation gründlich zu überdenken. So lange der Weltfußballverband unter dem gerade wieder gewählten Patron Joseph Blatter keine fundamentalen Reformanstrengungen macht, kommen die Vertragspartner nicht herum, über ernste Konsequenzen nachzudenken.

Das Beste wäre es, der Fifa den Geldhahn zuzudrehen. Ohne die Millionen von ARD und ZDF kommt der Weltfußballverband nämlich mächtig unter Druck. Schließlich finanziert sich die Fifa knapp zur Hälfte aus dem Verkauf von Fernsehrechten bei Fußball-Weltmeisterschaften. Gerade vor dem Anspruch des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mit Unabhängigkeit und Unbestechlichkeit würde eine solche Waffe gegen das selbstherrliche System des ewigen Präsidenten Blatter medienpolitisch Sinn machen.

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Kommentare zu " Der Medien-Kommissar: Warum finanzieren ARD und ZDF das Fifa-System?"

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  • Es gibt eine Petition für die Neuordnung des Rundfunksystems und die Abschaffung des Zwangsbeitrags: http://zwangsbeitrag.info/

  • Weil ARD und das ZDF wie auch viele Medien in Deutschland der Politik (Bundestags-Diktatur-Parteienbrei) bereits so hörig sind, dass die Medien in Deutschland nicht mehr neutral sonder nur noch nach der gültigen Grün-Sozialistischen Ideologie "SPIELE" für das Volk liefern sollen, damit das Volk dumm und ruhig gehalten werden soll und so wenig wie möglich von dieser korrupten Ideologiepolitik in Deutschland wind bekommt. Brot und Spiele...wie im alten Rom der politischen-medialen Dekadenz.

  • Warum finanzieren ARD und ZDF das Fifa-System ? - Diese Frage beschäftigt mich schon lange, da ich als inländischer Bürger auch von der "Zangsabgabe" Rundfunk-
    und Fernseh-Gebühr betroffen bin. Die Grundlage der öffentlich-rechtlichen Anstalten, Bürger zeitnah und umfassend zu informieren, ist für mich ein wesentliches Element unserer Demokratie und daran möchte ich nicht "rütteln"! - Was ist aber mit dem so-
    genannten "Unterhaltungssektor" ? - In diesem Fall die Fifa ? - Es müsste umgekehrt sein: Unsere Rundfunkanstalten erhalten Werbeprämien von der Fifa, da sie ja aus Stadien und sonstigen Plätzen der Welt viele Bilder in die Wohnzimmer übertragen auf denen die Sponsoren ihre Produkte darstellen! -

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