Der Medien-Kommissar
Zero Points für die ARD

Xavier Naidoo darf doch nicht zum Eurovision Song Contest. Aber blamiert hat sich nicht der Musiker, sondern die Rundfunkanstalt. Dabei gibt es einen Ausweg: Den Ausstieg aus dem Schlagerwettbewerb.
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Mut ist, falsche Entscheidungen schnell zu korrigieren. Die Entscheidung des NDR, den Musiker Xavier Naidoo doch nicht zum Eurovision Song Contest (ESC) wegen seines angeblichen politischen Rechtsdralls zu entsenden, gebührt erst einmal Respekt. Der umstrittene Sänger wäre auf der europäischen Bühne zweifellos kein angemessener musikalischer Botschafter für Deutschland gewesen. Doch offenbar hat sich NDR-Unterhaltungschefs Thomas Schreiber nicht ganz freiwillig umentschieden. Denn innerhalb der ARD war der Druck auf die Hamburger Rundfunkanstalt gewaltig gewachsen. Hinzu kommt, dass Politiker der im NDR-Rundfunkrat vertretenen Parteien an der kontroversen Entscheidung aus Hamburg Kritik geübt hatten. So etwas hat im öffentlich-rechtlichen Rundfunk immer großes Gewicht.

Der NDR hat zwei Kardinalfehler begangen. Obwohl die Bürger und Unternehmen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk jährlich mit über acht Milliarden Euro allein an Gebühren finanzieren, haben sie bei der Nominierung des ESC-Kandidaten keine Mitsprachemöglichkeiten. Denn einen Vorentscheid hatte der NDR gar nicht vorgesehen. Mitbestimmung des Zuschauers gibt es nicht. Außerdem hat der NDR seine (Fehl-)Entscheidung ohne größere Rücksprache mit anderen ARD-Granden gefällt. Das wäre vielleicht sinnvoll gewesen, denn so hätte sich die Blamage für das Gebührenfernsehen verhindern lassen.

Die Posse um den ohnehin wenig populären Eurovision Song Contest löst nun in der ARD einen Machtkampf aus. Volker Herres, Programmdirektor des Ersten und früher selbst NDR-Fernsehchef, macht aus seinem Herzen mittlerweile keine Mördergrube mehr. Für seine Verhältnisse überraschend offen kritisierte er in der „Welt am Sonntag“ das Vorgehen seines früheren Arbeitgebers. Die ARD hätte vorher intern diskutieren müssen, ob Naidoo sich „für eine Teilnahme am ESC disqualifiziert“ habe. Welche Meinung der langjährige ARD-Programmchef in München zu dem Mannheimer hat, teilte er auf diesem Weg auch gleich mit: „Xavier Naidoo hat mehrfach Äußerungen getätigt, die man nicht gutheißen kann und missbilligen muss.“

Kommentare zu " Der Medien-Kommissar: Zero Points für die ARD"

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  • sofern es zutrifft dass die Entscheidung durch einen Brandbrief verschiedener Redakteure zustande kam oder beeinflusst wurde, dann ist dieser Sender von den eigenen Mitarbeitern politisch unterwandert. Wofür zahle ich eigentlich meine GEZ? Für eine unabhängige Berichterstattung/Sendung oder für politisch vorgefiltertes ETWAS das mit den potischen Wunschvorstellungen einiger Weniger zusammenpasst? Politische Meinungen haben bei einem GEZ-Sender weder bei kulturellen Themen noch bei Nachrichten etwas verloren. Der NDR (und seine Redakteure) vermengen das imer häufiger.

  • Ich dachte immer, in unserer freiheitlichen Demokratie darf niemand wegen seiner Meinung diskrimininert werden, zumal wenn man ihm diese Meinung unterstellt.

  • Der Naidoo ist aber sowas von einem pösen, pösen Dunkel-Mensch-Dunkel-Deutschland Ober-Nazi, schlimmer geht es schon gar nicht mehr.....! Die ARD/NDR-Rundfunk-Kommissare haben daher vollkommen richtig entschieden...!

    Also, ich wenn dieser Naidoo wäre, ich würde diesem faschistoiden, geisteskranken Land Deutschland so rasch als möglich den Rücken kehren.

    Der Mann ist gut, der macht wo anders genauso Karriere.!

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