Medienkonzern
Axel Springer profitiert vom Internet

Das Geschäft im Internet rettet Axel Springer die Bilanz: Der Medienkonzern hat im dritten Quartal einen Gewinnschub erlebt. Außerdem haben sich für Axel Springer die Investitionen im Ausland gelohnt.
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HB FRANKFURT. Der Erfolg seiner Auslands- und Internetgeschäfte hat dem Medienkonzern Axel Springer einen kräftigen Gewinn- und Umsatzschub beschert. Der Überschuss legte im dritten Quartal auf 87,3 nach 49,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum zu, wie das Berliner Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz stieg auf 711 von 631,4 Millionen Euro. Das ist mehr als von Experten erwartet.

"AxelSpringer ist erneut digitaler und internationaler geworden“, sagte Döpfner. "Gleichzeitig haben unsere schnell wachsenden digitalen Medien auch auf der Ertragsseite kräftig zugelegt." Mit einem Umsatzplus von 62,6 Prozent bei den digitalen Medien und einem Anstieg von 19,4 Prozent im Segment Print international habe der Konzern in den ersten neun Monaten rückläufige Erlöse bei den inländischen Printmedien überkompensieren können.

Analysten hatten mit 60,5 Millionen Euro Überschuss und 705 Millionen Euro Umsatz gerechnet. Vorstandschef Mathias Döpfner bestätigte die Prognose. Für dieses Jahr werde mit einem Betriebsergebnis (Ebitda) in der Größenordnung des Rekordwerts aus dem Geschäftsjahr 2008 von 486 Millionen Euro gerechnet. In den ersten neun Monaten hat der „Bild“-Herausgeber bereits 386 Millionen Euro Ebitda erzielt.

Mit einem Umsatzanstieg von 62,6 Prozent im Segment Digitale Medien und einem Plus von 19,4 Prozent im Segment Print International konnte der Konzern rückläufige Erlöse bei den inländischen Printmedien mehr als ausgleichen..

Der Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner sagte: „Im deutschen Printgeschäft liefern unsere reichweitenstarken Marken weiterhin hohe Ergebnisbeiträge. Gleichzeitig haben unsere schnell wachsenden digitalen Medien auch auf der Ertragsseite kräftig zugelegt.“ Axel Springer habe bereits nach neun Monaten einige der Ziele übertroffen, die sich das Unternehmen zum Jahresbeginn für 2010 gesteckt hatte. Wir sind daher zuversichtlich, dass wir das im Juli angehobene Ergebnisziel in der Größenordnung unseres Rekordergebnisses aus dem Jahr 2008 erreichen können“, ergänzte Döpfner.

Auch andere Medienunternehmen haben jüngst mit Verweis auf den Wirtschaftsaufschwung wieder von besseren Geschäften berichtet. So profitieren die Fernsehkonzerne RTL Group und Pro Sieben Sat 1 von steigenden Werbeeinahmen. Europas größter Medienkonzern, die RTL-Mutter Bertelsmann, wird seine Zahlen am Donnerstag vorstellen.

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