Medienkonzern: Bertelsmann schließt 2013 mit Gewinnsprung ab

Medienkonzern
Bertelsmann schließt 2013 mit Gewinnsprung ab

Nach den Rekordzahlen in den ersten neun Monaten hat Bertelsmann das Geschäftsjahr 2013 mit einem deutlichen Plus abgeschlossen. Der Medienkonzern profitiert vor allem von der Fernsehtochter RTL.
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GüterslohDer Medienkonzern Bertelsmann hat das vergangene Geschäftsjahr nach vorläufigen Zahlen mit einem Gewinnsprung abgeschlossen. Das Konzernergebnis sei um etwa 30 Prozent auf rund 800 Millionen Euro gewachsen, teilte der Konzern (RTL Group, Penguin Random House, G+J, Arvato, BMG) am Freitag mit. Nach dem dritten Quartal hatte Vorstandschef Thomas Rabe noch mit einem Ergebnisplus von 20 Prozent gerechnet. Der Umsatz habe 2013 um zwei Prozent auf 16,4 Milliarden Euro zugelegt.

Das operative Ergebnis (Ebit) sei trotz Aufwendungen und planmäßiger Anlaufverluste für Digitalisierungsprojekte bei 1,7 Milliarden Euro stabil geblieben. Die Nettofinanzschulden halbierten sich den Angaben zufolge auf 600 Millionen Euro. Die genauen Zahlen will Bertelsmann am 26. März in Berlin bekanntgeben.

Zu den Gründen für das deutliche Ergebnisplus machte der Konzern keine Angaben. Einen wesentlichen Beitrag dürfte jedoch erneut die RTL Group geleistet haben. Die Mediengruppe befindet sich zu 75,1 Prozent im Besitz Bertelsmanns – und habe ein sehr gutes Geschäftsjahr verbucht, hieß es aus Unternehmenskreisen. Bereits in den ersten neun Monaten 2013 war der Nettogewinn der im MDax notierten RTL-Sendergruppe trotz eines schwächelnden Umsatzes um 41,2 Prozent auf 535 Millionen Euro geklettert.

Außerdem wurde zum April 2013 die vollständige Übernahme des Musikrechtemanagers BMG bilanzwirksam. Dazu kommen seit dem 1. Juli des vergangenen Jahres die Geschäftszahlen aus der Fusion der Bertelsmann Verlagsgruppe Random House mit dem Verlag Penguin zum weltgrößten Publikumsverlag und die Erträge aus der Übernahme des Finanzdienstleisters Gothia Financial Group.

Auch beim Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr und dem Dienstleister Arvato gebe es positive Entwicklungen, hieß es im Unternehmen. Schwieriger sei nach wie vor die Lage der Drucksparte BE Printers.

Im Oktober hatte Rabe angekündigt, den Umsatz in den nächsten Jahren auf 20 Milliarden Euro steigern zu wollen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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