Medienkonzern
„New York Times“ trotzt Anzeigenminus

Mit den schrumpfenden Anzeigenerlösen bricht Zeitungsverlagen zusehends eine große Einnahmequelle weg. Der „New York Times“-Konzern ist da keine Ausnahme. Dennoch konnte er den Gewinn kräftig steigern.
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New YorkDer Medienkonzern um die „New York Times“ hat trotz eines anhaltenden Rückgangs seiner Anzeigenerlöse den Gewinn kräftig gesteigert. Für das zweite Quartal wies das Unternehmen einen um 21 Prozent auf 53,4 Millionen Dollar gestiegenen operativen Gewinn aus. Die Mehreinnahmen aus dem Vertrieb der „New York Times“ und ihrer Schwesterzeitungen „Boston Globe“ und „Worcester Telegram & Gazette“ hätten aber den Rückgang im Anzeigengeschäft nicht wettmachen können.

Wie die gesamte Zeitungsbranche leidet auch das Unternehmen des New Yorker Weltblatts unter den Folgen der Internet-Revolution. Um vor allem den Rückgang im Anzeigengeschäft zu stoppen, das einst die Haupteinnahmequelle der Zeitungen war, entwickelte die „New York Times“ ein Bezahlmodell für ihre im Internet verbreiteten Artikel. Dadurch verbesserten sich die Vertriebserlöse im zweiten Quartal um fünf Prozent auf 245,1 Millionen Dollar. Die Einnahmen aus dem Inseratengeschäft – sowohl im Print- als auch im Digitalbereich – schrumpften um sechs Prozent auf 207,4 Millionen Dollar. Insgesamt setzte das Medienunternehmen 485,4 Millionen Dollar um, Analysten hatten im Schnitt mit 487,43 Millionen Dollar gerechnet.

Der Rückgang im Anzeigengeschäft fiel geringer aus als die 11,2 Prozent vom Vorquartal. Ob sich der Trend weiter abflachen wird, war unklar. Der Verlag geht davon aus, dass im jetzt angelaufenen Quartal das Geschäft mit Annoncen unbeständig bleiben wird. An der New Yorker Börse ging der Kurs der New-York-Times-Aktie im morgendlichen Handel um fast 1,5 Prozent zurück.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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