Medienkonzern
Schwacher Werbemarkt drückt RTL-Ergebnis

Hohe Ausgaben für Eigenproduktion und weniger Werbeeinnahmen haben die Erlöse der RTL Group im ersten Quartal nur leicht steigen lassen. Besonders der deutsche Werbemarkt macht Europas größtem Medienkonzern zu schaffen.
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LuxemburgTrotz eines Durchhängers auf dem wichtigen Werbemarkt in Deutschland steckt die RTL Group wieder mehr Geld in ihr Fernsehprogramm. Die Erlöse seien im Konzern von Januar bis März nur um 0,8 Prozent auf 1,255 Milliarden Euro gestiegen, berichtete Europas führendes Unterhaltungsunternehmen am Montag in Luxemburg.

Kunden hätten ihre Reklame in diesem Jahr wegen der späten Osterfeiertage ins zweite Quartal verschoben. Das habe sich in Deutschland ausgewirkt. Der April sei in Deutschland aber wieder stärker gelaufen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen habe in den ersten drei Monaten mit 181 Millionen Euro um knapp zwölf Prozent unter dem Wert von 205 Millionen Euro vor einem Jahr gelegen. Dieser Rückgang basiert nach RTL-Angaben auf niedrigeren Werbeumsätzen und höheren Programmkosten.

Denn die RTL Group gab in den ersten drei Monaten mehr Geld für kostspielige Eigenproduktionen aus. Das „RTL-Dschungelcamp“ und das TV-Drama „Hindenburg“ zählten in Deutschland dazu. „Zwei Jahre lang standen die Kosten im Vordergrund. Jetzt investieren wir wieder verstärkt ins Programm“, sagte Geschäftsführer Gerhard Zeiler. Der Zuschaueranteil der deutschen RTL-Sender unter den 14- bis 49-Jährigen stieg von 35,3 Prozent auf 36,5 Prozent. Damit habe die deutsche Senderfamilie neun Prozentpunkte vor ProSiebenSat1 gelegen.

An der RTL Group hält Europas größter Medienkonzern Bertelsmann einen Anteil von 91,6 Prozent. In Deutschland gehören zu der Kette die Sender RTL, RTL2, SuperRTL, n-tv und Vox. Konkurrent ProSiebenSat1 hatte im ersten Quartal bei ebenfalls nur leicht angezogenem Konzernumsatz seinen Gewinn gesteigert.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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