Medienkonzern
Springer stößt Tschechien-Geschäft ab

In Polen, Serbien und der Slowakei kann Axel Springer Erfolge verbuchen, in Tschechien läuft es nicht so rund. Nun hat der Konzern das dort betriebene Joint Venture verkauft. Andere Geschäfte sollen ausgebaut werden.
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BerlinDer Medienkonzern Axel Springer kehrt Tschechien den Rücken. Die gemeinsam mit dem Schweizer Ringier-Verlag betriebene tschechische Tochter werde an die beiden Unternehmer Daniel Kretinsky und Patrik Tkac verkauft, teilten Ringier und der deutsche „Bild“- und „Welt“-Herausgeber am Freitag mit. Zugleich trenne man sich von der Beteiligung am tschechischen Presse-Grossisten PNS. Der Unternehmenswert liege bei 170 Millionen Euro. Kretinsky ist unter anderem an dem Energieunternehmen EPH beteiligt.

Das Geschäft in Tschechien hatte sich zuletzt als zusehends schwierig erwiesen. In dem Nachbarland Deutschlands machte das Berliner Verlagshaus im dritten Quartal die höchsten Erlösrückgänge im internationalen Printbereich aus. Die Auflage der größten Boulevardzeitung „Blesk“ brach in den ersten neun Monaten um mehr als zehn Prozent auf im Schnitt 277.000 ein.

Ringier Axel Springer will sich nach eigenen Angaben nun auf den Ausbau des Geschäfts in Polen, Serbien und der Slowakei konzentrieren. Dort nehme das Joint Venture bereits „eine führende Position im digitalen Bereich“ ein, sagte der Chef des 2010 gegründeten Gemeinschaftsunternehmens, Mark Dekan. Um neue Umsatzquellen zu erschließen, verlagert das Unternehmen seine Geschäftsaktivitäten immer stärker ins Netz.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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