Medienkonzern
Springer übernimmt Fitness-App Runtastic

Der Axel-Springer-Verlag trimmt sich fürs Internet-Zeitalter: Er übernimmt das Start-up Runtastic, das sich mit Apps für Sportler einen Namen gemacht hat. Damit gewinnt das Digitalgeschäft des Konzerns weiter an Gewicht.
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DüsseldorfDer Medienkonzern Axel Springer AG investiert in Fitness-Apps: Das Unternehmen hinter „Bild“ und „Welt“ übernimmt die Mehrheit des österreichischen Start-ups Runtastic. Die vier Gründer des Unternehmens behalten eine Minderheitsbeteiligung und bleiben als Geschäftsführer an Bord. „Axel Springer sichert sich mit der Beteiligung eine strategisch gute Position im dynamisch wachsenden Markt der Smartphone-Apps“, erklärte Jens Müffelmann, der bei dem Medienkonzern den Geschäftsbereich Elektronische Medien leitet. Zur Kaufsumme äußerte sich Springer am Dienstag nicht.

Runtastic bietet Apps an, mit denen Nutzer ihre sportlichen Leistungen messen können – von Programmen, die Laufstrecke, Tempo und Puls überwachen, über einen Liegestütze-Trainer bis hin zu einem Ernährungsquiz. Mehr als 46 Millionen Anwendungen sind nach Unternehmensangaben bislang heruntergeladen worden, mehr als 19 Millionen Nutzer registriert. Außerdem verkauft das Unternehmen Sport- und Gesundheitsprodukte, beispielsweise Fitness-Uhren, Herzfrequenzmesser und Fahrradzubehör.

„Sportler zahlen gern für ihr Hobby“, sagte Mitgründer Florian Gschwandtner 2010 in einem Gespräch mit dem Handelsblatt. Diese Hoffnung hat sich erfüllt: Das Unternehmen ist nach Springer-Angaben profitabel und neben Runkeeper einer der international bekanntesten Anbieter von Sport-Apps. 2009 gegründet, hat es inzwischen 90 Mitarbeiter. Mit dem neuen Partner könne Runtastic die Vision umsetzen, „eine der international anerkanntesten und erfolgreichsten Fitnessmarken aufzubauen“, erklärte Mitgründer Florian Gschwandtner. Gemeinsam könne man Produktportfolio und Kundenbasis schneller ausbauen.

Der Axel-Springer-Verlag setzt massiv auf das Digitalgeschäft – nicht nur mit seinen Medienmarken. 2008 hatte er bereits die Mehrheit am Fußballportal Transfermarkt.de übernommen. Seit Anfang der Saison zeigt er über die digitalen Kanäle von „Bild“ die Highlights der 1. und 2. Bundesliga. Der Einstieg bei Runtastic ermögliche „Verbundeffekte“, erklärte Springer-Manager Müffelmann. Die App könne von der Reichweite und der inhaltlichen Kompetenz des Verlags profitieren.

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  • "Runtastic bietet Apps an, mit denen Nutzer ihre sportlichen Leistungen messen können – von Programmen, die Laufstrecke, Tempo und Puls überwachen, über einen Liegestütze-Trainer bis hin zu einem Ernährungsquiz."
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    Heilig's Blechle! braucht man jetzt schon irgend welche Apps, um Sport treiben zu können? Früher hat man sich ein paar Sportschuhe und einen Trainingsanzug angezogen, mal kurz auf die Uhr geschaut und ist losgelaufen. Da nannte man das auch nicht Jogging, Power Walking oder Nordic Walking, sondern einfach Dauerlauf oder Waldlauf.
    Auch die Zahl der Liegestütze kann ich durchaus noch mitzählen, auch dafür braucht's keine App, und Puls und Atmung hat jemand, der Sport treibt ohnehin im Gefühl.
    Wie auch immer, manchmal ist weniger mehr und ich tapere ganz bestimmt nicht mit Smartphone und App durch die Gegend.

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