Medienkonzerne
Bertelsmann meldet für Prinovis Kurzarbeit an

Europas größter Tiefdruckkonzern Prinovis wird zum rückläufigen Katalog-und Zeitschriftengeschäft mit voller Wucht getroffen. Die Tochter des Medienkonzerns Bertelsmann hat gestern für 1300 Mitarbeiter an den Prinovis-Standorten Itzehoe und Ahrensburg Kurzarbeit angemeldet.

DÜSSELDORF. Darauf haben sich der neue Prinovis-Chef Thorsten Thiel und der Betriebsrat geeinigt. Das bestätigte ein Sprecher in Gütersloh. Die Kurzarbeit gilt ab 1. April in Itzehoe für eine halbes Jahr und in Ahrensburg für neun Monate. "Für unsere Kunden sind in der aktuellen Situation Stabilität und Flexibilität von großer Bedeutung. Beides können wir durch die Einführung der Kurzarbeit sicherstellen", sagte Thiel.

Prinovis beschäftigt insgesamt 3700 Mitarbeiter. Bertelsmann hält über seine beiden Töchter Gruner + Jahr und Arvato 74,9 Prozent an Prinovis. Die restlichen Anteile sind im Besitz von Axel Springer.

Der Tiefdruckkonzern mit einem Umsatz von zuletzt rund einer Milliarde Euro wurde 2005 vom damaligen Bertelsmann-Chef und heutigen Aufsichtsratsvorsitzenden Gunter Thielen und dem damaligen Arvato-Chef Hartmut Ostrowski gegründet. Die Erwartungen in das Unternehmen haben sich nie erfüllt. Die geplante Umsatzrendite von acht Prozent wurde bislang kein einziges Mal erreicht. Genaue Gewinnangaben hat Prinovis bislang noch nicht gemacht.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa
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