Medienkonzerne
Bertelsmann mit historischem Spargrogramm

Bertelsmann leitet den größten Abbau von Arbeitsplätzen in seiner Geschichte. Laut Gerüchten soll jede zehnte Stelle in Gefahr sein. Auch wenn das deutlich zu hoch gegriffen sein könnte und Bertelsmann so weit wie möglich auf Kündigungen verzichten will: Bei den über 100 000 Mitarbeitern geht die Angst um.

DÜSSELDORF. Bertelsmann arbeitet unter Hochdruck am größten Sparprogramm seiner Unternehmensgeschichte, um aus der Verlustzone zu kommen. „Die Wirtschaftskrise ist der Auslöser für dieses Projekt“, sagte Finanzvorstand Thomas Rabe in konzerneigenen Intranet. „Zum Kostenprogramm, das Bertelsmann zurzeit durchführt, müssen alle Firmen und Bereich ihren Beitrag leisten“.

Mehrere hundert Mio. Euro sollen konzernweit eingespart werden. Europa größten Medienkozern droht ein massiver Abbau von Arbeitsplätzen. „Vor dem Hintergrund der allgemeinen Wirtschaftskrise hat Bertelsmann ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm gestartet“, bestätigte ein Konzernsprecher. Bertelsmann beschäftigte weltweit zum Jahresende 106 000 Mitarbeiter.

Von dem Sparprogramm ist auch die Konzernzentrale mit rund 600 Mitarbeitern betroffen. In Gütersloh durchforstet nach Bertelsmann-Angaben die Unternehmensberatung McKinsey den Konzern nach Einsparpotenzialen. Seit Wochen werden Daten in den fünf wichtigsten Bertelsmann-Ländern Deutschland, USA, Großbritannien, Frankreich und Spanien erhoben. „Wir haben ganze Unternehmensbereiche abgegeben, und die Gewichtung der Bereich hat sich verschoben – da ist es an der Zeit die Corporate-Funktionen zu überprüfen“, sagt Finanzchef Rabe in Anspielung an den Verkauf des Musikgeschäft im vergangenen Jahr.

Bis Juni wird McKinsey Sparvorschläge vorlegen. Dannach sollen rasch Entscheidungen getroffen werden. „Ab Spätsommer werden die Maßnahmen umgesetzt, ebenfalls ganz nach dem bewährten Prinzip dezentraler Verantwortung“, kündigt Rabe an.

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