Medienkonzerne
Springer und Ringier gründen Gemeinschaftsfirma

Die Medienkonzerne Axel Springer und Ringier arbeiten bereits in Osteuropa zusammen – nun auch in der Schweiz. Beide Verlage wollen ein Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz in Zürich gründen.
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BerlinDie Medienkonzerne Axel Springer und Ringier verstärken ihre Zusammenarbeit und wollen ein Gemeinschaftsunternehmen in der Schweiz gründen. Beide Verlage teilten am Donnerstag mit, sie hätten bereits eine Absichtserklärung dazu unterzeichnet. Ringier bringt in die Firma alle seine Deutschschweizer und Westschweizer Zeitschriftentitel samt zugehöriger Online-Angebote ein sowie die Westschweizer Zeitung „Le Temps“. Die Berliner steuern ihr gesamtes Schweiz-Geschäft bei.

Die Gesellschaft, an der beide Partner zu gleichen Teilen beteiligt sind, soll unter dem Namen Ringier Axel Springer Medien Schweiz firmieren und ihren Sitz in Zürich haben. Es sei davon auszugehen, dass der Deal 2015 über die Bühne geht, sagte eine Springer-Sprecherin.

Der Zusammenschluss kam bei Anlegern gut an. Die Springer-Aktie notierte in einem sehr freundlichen Gesamtmarkt gut zwei Prozent im Plus. Springer und Ringier haben bereits 2010 ihr Osteuropa-Geschäft in einem Joint Venture gebündelt. Dort wird das Portfolio in Polen, Ungarn, Slowakei und Serbien gemanagt.

Mit dem neuen Unternehmen wollen die Partner ihre Wettbewerbsfähigkeit im Schweizer Leser- und Werbemarkt verbessern und die Digitalisierung verstärken. „Dieser mit Axel Springer geplante Schulterschluss in der Schweiz macht sowohl journalistisch wie auch betriebswirtschaftlich Sinn“, sagte Ringier-Chef Marc Walder. Die Portfolien beider Unternehmen ergänzten sich gut. Chef der Gemeinschaftsfirma soll der Ringier-Manager Michael Voss werden. Die Details für die abschließende Vertragsvereinbarung sollen in den nächsten Wochen erarbeitet werden. Die Aufsichtsgremien von Springer und Ringier sowie die Kartellbehörden müssen dem Deal noch zustimmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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