Die restlichen 55 Prozent werden von Mobiles Fernsehen Deutschland (MFD) gehalten. Diese Firma wird vom wenig bekannten Medienkonzern Naspers kontrolliert, der viel Erfahrung im Bezahlfernsehen hat.
Der neue Plattformbetreiber Mobile 3.0 muss sich sputen. „Wir erwarten bis zum 9. November einen Vorschlag, wie die 16 Kanäle belegt werden“, sagte DLM-Chef Albert. Zwei Drittel der Belegungen seien bereits klar, über den Rest werde verhandelt. „Wir haben verschiedene Angebote von Inhaltelieferanten“, sagte Neef. Darunter sei auch der Film- und Fernsehproduzent UFA. Die Tochter des Medienkonzerns Bertelsmann gilt als einer der Pioniere des Handy-TV.
Das neue Angebot wird 2008 nicht flächendeckend starten. Insider erwarten, dass lediglich ein Viertel aller potenziellen Kunden das Handy-TV nutzen kann. Am Montag hatte die Bundesnetzagentur T-Systems, Tochter der Deutschen Telekom, den Zuschlag für den technischen Sendebetrieb gegeben.
Das Überall-Fernsehen startet 2008
Euphorie: Die Begeisterung für das Handy-TV ist bei Investoren und Beratern groß. Angesichts einer steigenden Mobilität und anhaltenden Beliebtheit des Handys wird eine große Nachfrage erwartet. In Italien hat der viertgrößte Mobilfunkbetreiber 3 Italia sein mobiles Fernsehangebot bereits an zehn Prozent aller Kunden verkauft.
Start: Das Handy-TV im DVB-H-Standard der Medienkonzerne Naspers, Burda und Holtzbrinck soll im Sommer 2008 zur Fußball-EM starten. Die monatliche Mindestgebühr soll bei sieben Euro liegen.

