Medienmacher
Der ewige Döpfner

Der Chef eines Medienhauses verlängert seinen Vertrag. Rätselraten um den ersten deutschen Netflix-Produzenten. Und ob die Serie „Deutschland 83“ eine Zukunft hat, entscheidet sich dieser Tage.
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HamburgBei Axel Springer („Bild“, „Welt“) setzt man auf Kontinuität: Der Vertrag von Vorstandschef Mathias Döpfner, der Ende des Jahres ausläuft, wurde in dieser Woche vom Aufsichtsrat um weitere fünf Jahre verlängert. Sollte der 53 Jahre alte Medienmanager seinen Kontrakt erfüllen, wird er bei dessen Auslaufen Ende 2021 insgesamt 20 Jahre im Amt sein. Länger, nämlich etwas mehr als 22 Jahre, stand nur der legendäre Peter Tamm an der Spitze des Medienhauses, das er von von 1968 bis 1991 führte.

Der promovierte Musikwissenschaftler Döpfner war 1996 von der „Hamburger Morgenpost“, die damals noch Gruner + Jahr gehörte, in die Chefredaktion von Springers „Welt“ gewechselt. 2000 wurde er Zeitungsvorstand. Seit dem 1. Januar 2002 ist er Vorstandschef.

Verlängert hat der Aufsichtsrat auch das Arbeitspapier von Julian Deutz, der seit Anfang 2014 Finanzvorstand von Springer ist. Sein bisheriger Drei-Jahres-Vertrag läuft ebenfalls Ende des Jahres aus. Der 47-Jährige erhält zum 1. Januar 2017 einen Kontrakt mit einer Laufzeit von fünf Jahren.

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Der Name des Deutschland-Ablegers der größten indischen Fernsehgruppe Zee TV ist gefunden. Der Kanal, der in wenigen Monaten starten soll, wird Zee One heißen. Der Name legt die Vermutung nahe, dass auf Zee One Zee Two, Zee Three und womöglich gar Zee Four folgen könnten. Tatsächlich hatte der Europa-Chef der Inder, Neeraj Dhingra, dem Handelsblatt Mitte Januar gesagt, Zee TV wolle „mittelfristig ... noch mehr Sender in Deutschland starten“.

Zee One soll den Deutschen das Phänomen Bollywood näher bringen. Der Sender mit Sitz in München wird von Friederike Behrends geleitet, die vom Streamingdienst Magine kam. In Branchenkreisen heißt es, Zee TV wolle einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag in Deutschland investieren.

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