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Medienmogul Murdoch: Es wird düster bei der „Sun“

Nach der Festnahme von zehn teils hochkarätigen Journalisten der britischen Boulevard-Zeitung „The Sun“ ist die Stimmung der „Sun“-Journalisten im Keller. Besitzer Rupert Murdoch reiste zur Beruhigung aus New York an.

Medienmogul Rupert Murdoch (80) auf seinem Weg zur Redaktion der „Sun“ in London. Quelle: dpa
Medienmogul Rupert Murdoch (80) auf seinem Weg zur Redaktion der „Sun“ in London. Quelle: dpa

LondonIm Skandal um illegale Recherchemethoden bei Zeitungen im Imperium von Rupert Murdoch hat der Medienmogul am Freitag das Gespräch mit Journalisten der „Sun“ gesucht. Murdoch war vom Firmensitz seines Konzerns News Corporation in New York nach London geflogen, um die Krisenstimmung im Newsroom des größten britischen Boulevardblatts „The Sun“ zu beruhigen. Einzelheiten der Gespräche wurden zunächst nicht bekannt.

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Vorausgegangen waren zehn Festnahmen von teils hochkarätigen „Sun“-Journalisten, die unter dem Verdacht stehen, Polizisten und andere Amtsträger bestochen zu haben. Die Journalisten wurden allesamt wieder freigelassen. Anschließend wurden Spekulationen laut, die „Sun“ könnte - wie im Juli 2011 ihr Schwesterblatt „News of the World“ - unter der Last der Vorwürfe eingestellt werden. Murdoch hatte dies aber bereits dementieren lassen.

Die Belegschaft der „Sun“, die mit 2,7 Millionen verkauften Exemplaren eine der größten Boulevardzeitungen Europas ist, hatte sich gegen die Ermittlungsmethoden der Polizei verwahrt. Die Polizei sei im Morgengrauen gekommen und habe bei Hausdurchsuchungen ohne jede Not Ehefrauen und Kinder der Betroffenen verängstigt.

Murdochs News Corp. geriet in die Kritik der Journalisten, weil eine von dem Unternehmen eingesetzte Kommission allzu freizügig Informationen an die Ermittlungsbehörden weitergegeben hatte. So wurde etwa ein Archiv mit 300 Millionen E-Mails zur Verfügung gestellt. Darunter seien auch vertrauliche Korrespondenzen mit Informanten.

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