Medienriese
Time Warner übertrifft die Erwartungen

Das TV-Geschäft lohnt sich für Time Warner. Werbespots und Gebühren für seine Bezahlsender haben dem US- Medienkonzern im dritten Quartal 2010 die Kasse gefüllt. Dagegen liefen Kinofilme und alles Gedruckte eher schleppend.
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HB NEW YORK. Mit dem Science-Fiction-Streifen „Inception“ landete Time Warner nur einen einzigen Blockbuster, wo im Vorjahreszeitraum noch „Harry Potter und der Halbblutprinz“ sowie die Komödie „Hangover“ das Publikum anlockten.

Insgesamt stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 6,4 Mrd. Dollar (4,6 Mrd Euro). „Time Warner hat eine starke Leistung abgeliefert“, sagte Konzernchef Jeff Bewkes am Mittwoch. Das sahen die Börsianer genauso. Vorbörslich stieg das Papier um ein halbes Prozent. Die vorzeitige Begleichung von Schulden verhagelte dem Unternehmen allerdings den Gewinn. Unterm Strich kamen lediglich 522 Mio. Dollar heraus, ein Rückgang von 21 Prozent. Langfristig rechnet sich die Aktion für Time Warner aber: Das Unternehmen spart sich hohe Zinszahlungen.

Zum Konzern gehören unter anderem das Filmstudio Warner Brothers, der TV-Nachrichtensender CNN sowie die beliebten Spielfilm- und Serienkanäle von HBO. Mit dem Time-Verlag ist das Unternehmen im Zeitschriften-Geschäft aktiv und verlegt unter anderem „Sports Illustrated“ sowie das Klatschmagazin „People“. Vom Kabel- und Internetgeschäft (AOL) hat sich der Konzern getrennt. Fast die Hälfte des Umsatzes stammt aus der Fernsehsparte, gleich darauf folgen die Filme. Der Printbereich ist deutlich kleiner und war lange das Sorgenkind. Doch auch hier verdient Time Warner wieder solide, was vor allem an der Rückkehr der Anzeigen liegt, die in der heißen Phase der Wirtschaftskrise ausgeblieben waren.

Alle Medienkonzerne hatten zuletzt von gestiegenen Werbeeinnahmen profitiert. Nach Börsenschluss in New York um 21.30 Uhr deutscher Zeit legt die News Corp. von Medienmogul Rupert Murdoch ihre Zwischenbilanz vor, in der kommenden Woche folgen Branchenprimus Walt Disney und MTV-Mutter Viacom.

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