Mediensparte soll weiter wachsen
Lagardère will T-Online-Anteile verkaufen

Der Vorstandsvorsitzende des Medienkonzerns Lagardère, Arnaud Lagardère, will sich vom rund sechsprozentigen Anteil am Darmstädter Internetdienstleister T-Online trennen. Es würde ihn überraschen, wenn er ein Aktionär des Internetunternehmen bleiben würde, sagte Lagardère am Montag bei Vorlage der Zahlen für das abgelaufene Jahr. In der Vorwoche hatte der Konzern entsprechende Pläne noch dementiert. Zugleich berichtete Lagardère von einem überraschend hohen Gewinn seines Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr.

HB PARIS. Eine spektakuläre Wende im Mediengeschäft und der Erfolg des Flugtechnikkonzerns EADS führten den französischen Konzern Lagardère 2003 in die Gewinnzone zurück. Nach einem Fehlbetrag von 291 Mill. € sei ein Überschuss von 334 Mill. € erzielt worden, teilte Lagardère mit.

Lagardère besitzt mit Hachette-Filipacchi den größten Zeitschriftenverlag der Welt, Regionalzeitungen und Buchverlage und ist im Rundfunk- und Fernsehgeschäft. Diese Bereiche trugen 263 Mill. € zum Überschuss bei, nach einem Fehlbetrag von 33 Mill. im Vorjahr. Im laufenden Jahr soll das operative Ergebnis der Mediensparte erneut um 2 bis 4 Prozent steigen.

Das Unternehmen hält zudem 15,07 % an EADS, will aber mittelfristig aus diesem Bereich aussteigen. EADS trug 71 Mill. € zum Überschuss bei, nach einem Fehlbetrag von 29 Mill. € im Vorjahr. Ertrag steigernd wirkte sich zudem der Ausstieg aus dem hoch defizitären Autogeschäft aus.

Der vergleichbare Umsatz - ohne das verkaufte Autogeschäft - sank von 13,22 Mrd. auf 12,45 Mrd. €. Dazu trugen die Medien 7,94 Mrd. und EADS 4,51 Mrd. bei. Der operative Gewinn kletterte von 440 Mill. € auf 671 Mill. €. Die Dividende soll um 10 % auf 0,90 € je Aktie steigen.

Ein Händler bezeichnete das Jahresergebnis der Gruppe für 2003 als „sehr gut" und „viel besser als erwartet" in der Mediensparte, die 78% des Nettogewinns des Unternehmens ausmacht.

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