Medizintechnik
Amerika drückt Carl Zeiss Meditec

Der Medinzintechnik-Anbieter leidet unter einem schwächeren Geschäft in den Vereinigten Staaten. Dies hindert das Unternehmen allerdings nicht daran, den Aktionären eine höhere Dividende in Aussicht zu stellen.

HB JENA. Der Medizintechnik-Anbieter Carl Zeiss hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/08 vor allem wegen eines schwächeren US-Geschäfts operativ etwas weniger verdient als ein Jahr zuvor. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe bis Ende September 67,8 (Vorjahr: 70,4) Mio. Euro betragen, teilte die im TecDax notierte Gesellschaft am Dienstag in Jena mit. Analysten hatten mit einem operativen Ergebnis auf Vorjahresniveau gerechnet. Der Umsatz kletterte jedoch dank einer starken Nachfrage in Europa und Asien um 5,4 Prozent auf 600,2 Mio. Euro.

Unter dem Strich verdiente Carl Zeiss wegen einer geringeren Steuerlast mit 54,0 (Vorjahr: 47,8) Mio. Euro mehr. "Auch in der schwierigen Lage, in der sich die Weltwirtschaft befindet, haben wir unsere ausgegebenen Ziele für das Geschäftsjahr 2007/2008 erreicht", sagte Unternehmenschef Michael Kaschke. Den Aktionären stellte Kaschke eine höhere Dividende in Aussicht: Sie soll von 0,16 im Vorjahr auf 0,18 Euro steigen.

Die Aktie fiel in den ersten Handelsminuten um rund 3,25 Prozent auf 8,33 Euro zu. "Die Zahlen sind gemischt, bis auf den Überschuss liegt alles leicht unter den Erwartungen", begründete ein Börsianer die Verluste. Auch die höhere Dividende sei keine Überraschung.

Einen konkreten Ausblick gab das Unternehmen zwar nicht, aber Unternehmenschef Kaschke sagte: "Unser Augenmerk liegt auch weiterhin auf einer stabilen Geschäftsentwicklung und der Beibehaltung der erreichten Profitabilität." Mittelfristig solle die Rendite weiter verbessert werden. Dabei sollen notwendige Investitionen nicht vernachlässigt werden.

Wachsen konnte Carl Zeiss von Oktober 2007 bis September 2008 in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika. Die Erlöse stiegen um 14,7 Prozent auf 194,1 Mio. Euro. Dazu beigetragen hätten neue Diagnosegeräte, Operationsmikroskopen und Intraokularlinsen, hieß es. Damit erhöhte sich der Anteil der Region am Gesamtumsatz auf 32,3 (Vorjahr: 29,7) Prozent. Stärkste Zuwachsraten verzeichnete die Gesellschaft in der Region Asien/Pazifischer Raum. Der Umsatz nahm um 16,6 Prozent auf 138,5 Mio. Euro zu. Der Medizintechnikanbieter führte dies vor allem auf eine Belebung des japanischen Markts zurück. Der Anteil am Konzernumsatz stieg auf 23,1 (Vorjahr: 20,1) Prozent.

"Americas" war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin umsatzstärkste Region von Carl Zeiss aber die Erlöse gingen vor allem aufgrund negativer Währungseffekte um 12,7 Prozent auf 212,8 Mio. Euro zurück. Damit steuerte das Amerika-Geschäft noch 35,4 (Vorjahr: 42,8) Prozent am Konzernumsatz bei. Die Entwicklung in dieser Region habe sich dabei aber im Laufe des Jahres kontinuierlich verbessert, hieß es.

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