Mehr als 140 Zeichen pro Tweet?: Twitter flirtet mit der epischen Breite

Mehr als 140 Zeichen pro Tweet?
Twitter flirtet mit der epischen Breite

140 Zeichen müssen beim Kurznachrichtendienst Twitter für eine Nachricht reichen. Mit Tricks und Extra-Software umgehen manche Nutzer diese Begrenzung. Nun kommt heraus, dass auch Twitter-Chef Dorsey an ihr rüttelt.

San FranciscoTwitter-Nutzer können sich auf ein Ende der Einschränkung auf 140 Zeichen einstellen. Das Unternehmen denke über 10.000-Zeichen-Botschaften nach, berichtete am Dienstag die gewöhnlich gut informierte Internetseite Re/code. Diese neue Tweet-Länge könne womöglich schon im März eingeführt werden.

Auf den Bericht reagierte Unternehmenschef Jack Dorsey in einem eigenen Tweet. Darin bestätigte er die Pläne zwar nicht. Er schrieb aber von der Möglichkeit, "Twitter mehr Nutzwert und Stärke zu geben". Zugleich verwies Dorsey darauf, dass viele Nutzer schon jetzt die 140-Zeichen-Regel umgehen, indem sie beispielsweise Screenshots mit längeren Texten an ihre Tweets anhängen.

Wenn man ihnen erlauben würde, die Passagen direkt als Text zu posten, könnte man sie zum Beispiel durchsuchbar machen, gab Dorsey zu bedenken. Der Unternehmenschef will Twitter für Einsteiger attraktiver machen, um das schwächelnde Wachstum der Nutzerzahlen anzukurbeln.

Twitter werde Dinge ausprobieren, die Nutzer haben wollen, verkündete Dorsey in seiner Erklärung. Wenn eine getestete Funktion tatsächlich eingeführt werden sollte, werde Twitter Software-Entwickler rechtzeitig unterrichten. Er veröffentlichte seine lange Erklärung demonstrativ als Screenshot in einem Tweet.

Das Limit von 10.000 Zeichen gilt seit Sommer bereits für direkte Twitter-Nachrichten von Nutzer zu Nutzer. Dabei werden in einem Nachrichtenstrom wie bisher nur 140 Zeichen angezeigt. Um den Rest zu sehen, müssen Nutzer den Tweet anklicken. Ähnlich funktionieren bereits Dienste wie TwitLonger, die Nutzern helfen, längere Texte zu veröffentlichen.

Twitter wird weltweit regelmäßig von mehr als 300 Millionen Menschen genutzt. Sie versenden täglich hunderttausende Nachrichten. Allerdings hat das Unternehmen seit seiner Gründung noch keinen Gewinn gemacht. Im dritten Quartal vergangenen Jahres betrug der Verlust 132 Millionen Dollar (119 Millionen Euro).

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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