Mehr als 400 Arbeitsplätze fallen weg
Kabel Deutschland streicht den Service zusammen

Der bundesweit größte Kabelfernsehbetreiber Kabel Deutschland (KDG) wird in Montage und Service hunderte Stellen streichen. Dutzende Standorte werden ganz geschlossen. Das Unternehmen beteuert jedoch, die Kunden würden darunter nicht leiden.

HB HANNOVER/MÜNCHEN. „Bei den Technikern planen wir, künftig noch 420 zu haben“, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag. Derzeit seien es rund 800. In der regionalen Technik müssten die Kosten gesenkt werden, um wettbewerbsfähig zu sein. Dafür gebe es nun Gespräche mit dem Betriebsrat. „Wir hoffen, Kündigungen vermeiden zu können.“ Der Großteil der Betroffenen hätte zudem ein Rückkehrrecht zur Deutschen Telekom, zu der das Kabelnetz früher gehörte.

Verdi hatte höhere Zahlen genannt. Von den bundesweit 891 Arbeitsplätzen sollen nach Angaben des Gewerkschaftssekretärs Hanno Harms 473 wegfallen. Insgesamt beschäftigt KDG 2 600 Mitarbeiter. Über den Stellenabbau hatte die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ vorab aus ihrer Freitagsausgabe berichtet. Von bisher 36 Standorten des Unternehmens sollen demnach am Ende nur 9 übrig bleiben.

In Niedersachsen sind nach Angaben von Verdi die KDG-Standorte Buxtehude, Leer, Lingen, Salzgitter und Wolfsburg von der Schließung bedroht. Auch die Standorte Bremen und Bremerhaven werden dicht gemacht. Von 200 Mitarbeitern im technischen Bereich in Niedersachsen und Bremen sollen demnach nur 17 in Hannover übrig bleiben. In Niedersachsen und Bremen beschäftigt KDG nach eigenen Angaben insgesamt 320 Menschen.

Kabel Deutschland stellt im Gegenzug in diesem Geschäftsjahr rund 200 Mitarbeiter in Call Centern ein. Das Unternehmen werde also umgebaut und kürze nicht nur, sagte der Unternehmenssprecher.

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