Mehrere Kaufangebote
EMI ist begehrt

Der britische Musikkonzern EMI hat eine Reihe von Interessensbekundungen potenzieller Käufer erhalten.

dpa-afx LONDON.. Es habe mehrere Hinweise von Interessenten an einer Übernahme gegeben, teilte EMI am Freitag in London mit. Dies bedeute aber nicht, dass es auch zu einem definitiven Angebot komme.

Die "Financial Times" hatte berichtet, die Private-Equity-Tochter der US-Bank JP Morgan, One Equity, habe bereits Interesse angemeldet. Eine mögliche Offerte könnte EMI mit mehr sechs Mrd. britische Pfund bewerten, berichtet die Zeitung auf ihrer Internetseite.

Seit dem im vergangenen Jahr die Fusionsverhandlungen mit Warner Music gescheitert waren, hätte eine Reihe von Kandidaten einen genaueren Blick auf EMI geworfen. So soll eine Gruppe um den früheren EMI-Chef Jim Fifield fünf Monate an einem Angebot gearbeitet haben, hieß es. Fifield habe dabei Rückendeckung der königlichen Familie von Katar erhalten. Die Gruppe habe sich aber im Februar zurückgezogen, kurz bevor der Konzern eine Gewinnwarnung ausgegeben hätte.

Auch Warner Music habe die Hoffnung auf eine Fusion mit dem Mitbewerber nicht aufgegeben, so die "FT" weiter. Erst im März hatte EMI eine Offerte der Amerikaner über 260 Pence je Aktie zurückgewiesen.

Ein weiteres Hindernis sind die Wettbewerbshüter der EU. Diese prüfen derzeit den geplanten Zusammenschluss der Bertelsmann-Musiksparte BMG mit Sony Music. Der Ausgang der Prüfung ist noch unklar. Viele EMI-Investoren setzten jedoch laut "FT" darauf, dass ein Zusammengehen mit Warner Music erfolge, sobald die EU ihre Wettbewerbsbedenken gegen Großfusionen in der Branche ausgeräumt hätte.

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