Mehrheit an IT-Dienstleister angestrebt
Giesecke & Devrient will Secunet übernehmen

Der größte deutsche Banknoten- und Chipkartenhersteller Giesecke & Devrient will die Mehrheit am IT-Dienstleister Secunet AG übernehmen und das börsennotierte Unternehmen mit seiner eigenen Tochter Secartis zusammen fassen.

HB MÜNCHEN/ESSEN. Entsprechende Vereinbarungen seien unterzeichnet worden, teilte Giesecke & Devrient am Dienstag in München mit. Demnach werde G&D zunächst 47 % der Secunet-Aktien erwerben. Secunet übernehme zugleich 100 % an der G&D-Tochter Secartis AG. „Gemeinsam haben wir eine sehr gute Ausgangsposition und können als führender Anbieter von IT-Sicherheitslösungen die großen Marktpotenziale dieses Bereiches nutzbar machen“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung von G&D, Willi Berchtold. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Das Geschäft steht noch unter Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung. Der Vereinbarung zufolge will G&D zunächst das Secunet- Anteilspaket der T-Systems International GmbH in Höhe von 25 % plus eine Aktie sowie weitere rund 22 % vom vorherigen Secunet-Mehrheitsgesellschafter RWTüv übernehmen. Dieser bleibe mit rund 30 % an dem Essener Unternehmen beteiligt. Den freien Aktionären werde voraussichtlich Ende Februar ein Übernahmeangebot unterbreitet, das in Höhe des Durchschnittskurses der vorangegangenen drei Monate liegen werde. Derzeit liege der Streubesitz bei rund 21 %.

Secunet ist den Angaben zufolge einer der führenden europäischen Dienstleister für komplexe IT-Sicherheitssysteme. Nach Übernahme von 100 % an der Secartis AG werde das Unternehmen mit dann rund 220 Mitarbeitern ein Umsatzvolumen von 25 bis 30 Mill. € haben.

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