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Messenger-Dienst: WhatsApp wegen Datenschutzverstößen in der Kritik

Whatsapp, der Handy-Dienst, mit dem man kostenlos Nachrichten verschicken kann, boomt trotz Sicherheitslücken. Jetzt bemängeln die Niederlande und Kanada den Umgang mit Personendaten.

Ein Mann tippt auf einem Smartphone eine SMS. Quelle: dpa
Ein Mann tippt auf einem Smartphone eine SMS. Quelle: dpa

OttawaDer weltweit von hunderten Millionen Menschen genutzte Messenger-Dienst WhatsApp verstößt nach Ansicht kanadischer und niederländischer Aufsichtsbehörden gegen Datenschutzbestimmungen.

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Was an WhatsApp Kopfschmerzen bereitet

  • Laxer Umgang mit Datenschutz

    WhatsApp überträgt die Kontakte im Adressbuch auf seine Server in den USA – in Zeiten mächtiger Geheimdienste kein angenehmer Gedanke. Hinzu kommt: Durch die Offenlegung der Handynummern erfahren andere Leute, dass man die App nutzt – zumindest, wenn sie diese auch installiert haben und im Adressbuch stehen.

  • Zweifel an der Verschlüsselung

    Lange wurden die WhatsApp-Nachrichten unverschlüsselt übertragen. Auch an der inzwischen eingesetzten Verschlüsselungstechnologie hegen Experten Zweifel.

  • Sicherheitsbedenken

    Schon mehrfach stand WhatsApp wegen des laxen Umgangs mit Sicherheitsfragen in der Kritik – das betrifft nicht nur die Verschlüsselung. So konnten eine Zeit lang WhatsApp-Nutzerkonten relativ leicht gekapert werden. Nach Einschätzung einer Sicherheitsfirma kann auch der Bezahlprozess ausspioniert werden.

  • Soziale Kontrolle

    Für jeden App-Nutzer ist einsehbar, wann die Kontakte das letzte Mal den Dienst genutzt haben. Es kommt vor, dass darüber Mütter kontrollieren, ob ihre Babysitter zu Hause noch wach sind – denn die verdaddeln die Zeit oft genug mit WhatsApp. Die App ermöglicht also eine gewisse soziale Kontrolle.

  • Undurchsichtige Firma

    Über die Firma WhatsApp ist wenig bekannt, die Macher meiden die Öffentlichkeit weitgehend. Das stärkt nicht gerade das Vertrauen. Auch der Anfang 2014 angekündigte Verkauf an Facebook stößt auf Skepsis – das Soziale Netzwerk gilt nicht wenigen als Datenkrake.

Der im US-Bundestaat Kalifornien ansässige Anbieter habe gegen mehrere internationale Bestimmungen verstoßen, vor allem bei der Speicherung, dem Schutz und der Veröffentlichung von Personendaten, teilten die Datenschutzbehörden der beiden Länder am Montag mit. WhatsApp habe zwar bereits auf Kritik reagiert und in vielen Punkten Gegenmaßnahmen ergriffen. Das Unternehmen müsse jedoch sämtliche Datenschutzanforderungen erfüllen.

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Whatsapp: Die Smartphone-App, die trotz allem jeder hat

Die Datenschützer bemängelten unter anderem, dass Smartphone-Nutzer bei der Nutzung von WhatsApp dem Messenger-Dienst in der Regel ihr komplettes Adressbuch offenlegen müssen. In Kanada und den Niederlanden stelle dies einen Verstoß gegen Datenschutzbestimmungen dar. Die niederländische Behörde drohte dem Anbieter bei fortgesetzten Verstößen mit rechtlichen Konsequenzen, die kanadischen Aufseher haben dagegen keine juristische Handhabe.

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