Messenger-Integration: User entdeckt WhatsApp-Button bei Facebook

Messenger-Integration
User entdeckt WhatsApp-Button bei Facebook

Facebook testet offenbar eine enge Verzahnung mit dem Nachrichtendienst WhatsApp. Ein User hat eine Funktion entdeckt, mit der sich Facebook-Inhalte per WhatsApp verschicken lassen. Datenschützer sind in Sorge.
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Berlin/Menlo ParkFacebook testet offenbar eine engere Verzahnung mit dem Kurznachrichtendienst WhatsApp. Ein Nutzer entdeckte eine WhatsApp-Funktion in einer neuen Facebook-App, berichtete das US-Blog „GeekTime“.

Die Funktion sei in der Vorab-Version der neuen App für Android-Handys (Version 31.0.0.7.13) aufgetaucht. Unter Fotos finde sich neben den bekannten Facebook-Funktionen für „Likes“ und Kommentare auch ein „Senden“-Knopf mit WhatsApp-Logo. Damit könnten Fotos oder Kommentare an WhatsApp-Kontakte geschickt werden.

In der offiziellen Android-App von Facebook in Deutschland war das neue Feature am Dienstagvormittag noch nicht zu sehen. Das Netzwerk erklärte auf Anfrage: „Facebook kommentiert wie immer keine Gerüchte oder Spekulationen.“

Facebook hatte WhatsApp vor einem Jahr gekauft, aber betont, dass der Dienst eigenständig bleiben solle. WhatsApp-Mitgründer Jan Koum und Facebook-Chef Mark Zuckerberg beteuerten, dass die Kundendaten von WhatsApp und Facebook nicht unter dem gemeinsamen Konzerndach zusammengelegt werden.

Im Januar wiederholte der Facebook-Manager David Marcus, der für Facebooks Kurznachrichtendienst Messenger zuständig ist: „Wir haben keine Pläne, die beiden Dienste zusammenzuführen.“ Auf der Entwicklermesse F8 kündigte Facebook an, den Messenger auszubauen.

Die Einführung eines „Senden“-Knopfes via WhatsApp in Facebook würde nicht das Ende für WhatsApp als eigenständiger Dienst bedeuten. Allerdings würden Befürchtungen von Facebook-Kritikern bestärkt, dass die beiden bislang getrennten Datenbestände von Facebook und WhatsApp doch zusammengeführt werden sollen.

Die unlängst aktualisierten Datenschutzregeln von Facebook würden ein Zusammenführen der Datenbestände ermöglichen. Dort heißt es generell, dass Daten zwischen verschiedenen Angeboten aus dem Hause Facebook fließen können. WhatsApp betont weiterhin, möglichst wenig Daten über seine Nutzer zu sammeln, während Facebook davon lebt, Werbepartnern gezielten Zugang zu gewünschten Nutzergruppen zu gewähren.



dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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