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Yahoo offen für Einigung mit Microsoft

Yahoo lehnt Kreisen zufolge das Werben von Microsoft nicht mehr grundsätzlich ab. Allerdings verlange das Internet-Unternehmen, dass der weltgrößte Software-Konzern sein Übernahmeangebot von derzeit gut 42 Mrd. Dollar erhöhe. Zuvor hatte Microsoft den Druck auf Yahoo erhöht.

rtr NEW YORK. „Wir sind nicht gegen ein Geschäft mit Microsoft, wenn es im besten Interesse unserer Anteilseigener ist“, hieß es am Montag in einem Brief der Yahoo-Spitze an Microsoft-Chef Steve Ballmer. Der Preis müsse jedoch den Wert des Unternehmens widerspiegeln.

Microsoft hatte am Wochenende seinen Druck erhöht und der Yahoo-Spitze ein dreiwöchiges Ultimatum gestellt, die Offerte in Höhe von 31 Dollar je Aktie anzunehmen. Andernfalls werde man sich direkt an die Yahoo-Aktionäre wenden, um die bislang größte Übernahme in der Branche unter Dach und Fach zu bringen, schrieb Microsoft-Chef Steve Ballmer in einem Brief an das Yahoo-Direktorium.

Der Analyst Youssef Squali von Jeffries and Co. bewertete das Schreiben an Ballmer als taktischen Zug. Microsoft versuche, die Yahoo -Führung zur sofortigen Aufnahme von Verhandlungen zu bewegen. Er rechne aber weiterhin damit, dass die Übernahme zum derzeit gebotenen Preis über die Bühne gehe.

Als praktisch ausgeschlossen gilt an der Wall Street, dass ein "Weißer Ritter" auftaucht, der Yahoo mit einer Gegenofferte dem Zugriff von Microsoft entziehen könnte. Stattdessen sehen Anleger und Analysten im Wesentlichen zwei Abwehrmöglichkeiten für den Internet-Konzern: Yahoo könne sich entweder mit einem anderen Unternehmen zusammenschließen, um unter Beweis zu stellen, als eigenständiges Unternehmen mehr wert zu sein, oder den Markt mit einem starken Quartalsergebnis überraschen. Die zweite Option würde Analysten zufolge allerdings kaum die mittel- und langfristigen Sorgen über Yahoos Wachstumsaussichten zerstreuen.

Was die Bündnisoptionen angeht, pries das Yahoo -Management nach Angaben von Investoren noch vergangene Woche bei Treffen mit wichtigen Anlegern das Potenzial von Allianzen mit dem Konkurrenten Google oder AOL. Die Gespräche mit diesen Unternehmen seien "weit fortgeschritten".

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