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Cloud-Geschäft beschert Gewinne

Der Cloud sei Dank: Microsoft überrascht die Anleger bei Umsatz und Gewinnen. Im traditionellen Software-Bereich schwächt sich das Wachstum weiter ab. An der Wall Street kletterte die Aktie nach oben.
Update: 21.10.2016 - 03:21 Uhr
Unter Microsoft-Chef Satya Nadella hat sich Microsoft auf den Cloud-Service und auf mobile Anwendungen konzentriert. Quelle: Reuters
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Unter Microsoft-Chef Satya Nadella hat sich Microsoft auf den Cloud-Service und auf mobile Anwendungen konzentriert.

(Foto: Reuters)

BangaloreBeim Softwareriesen Microsoft läuft es dank des immer wichtiger werdenden Cloud-Geschäfts besser als erwartet. Die wachsende Nachfrage nach Datenspeicherung im Internet und dem Service dazu bescherten dem US-Konzern im abgelaufenen ersten Quartal einen Umsatz und Gewinn, die über den Markterwartungen lagen. Die guten Zahlen für das Cloud-Geschäft, die Microsoft am Donnerstag nach Börsenschluss präsentierte, überlagern allerdings einen Rückgang in anderen Bereichen wie dem Software-Geschäft. Die Anleger zeigten sich gleichwohl zufrieden, die Microsoft-Aktie legte nachbörslich mehr als sechs Prozent zu.

Im Cloud-Geschäft stieg der Umsatz um 8,3 Prozent auf 6,38 Milliarden Dollar. Analysten hatten hier im Schnitt mit 6,27 Milliarden Dollar gerechnet. Allein beim Cloud-Dienst Azure, mit dem Unternehmen ihre Websites, Apps oder Daten verwalten können, sei der Umsatz um 116 Prozent geklettert, teilte Microsoft mit. für das zweite Quartal rechnet der Konzern mit einem Umsatz im Cloud-Geschäft zwischen 6,55 und 6,75 Milliarden Dollar.

Microsoft kann mehr als Windows

Insgesamt erzielte Microsoft im ersten Quartal einen bereinigten Umsatz von 22,33 Milliarden Dollar, Experten hatten 21,71 Milliarden Dollar erwartet. Der Nettoertrag fiel auf 4,69 Milliarden Dollar oder 60 Cent je Aktie. Vor Jahresfrist waren es 4,90 Milliarden Dollar oder 61 Cent je Anteilsschein. Ohne Sonderposten verdiente Microsoft 76 Cent pro Aktie; Analysten hatten im Schnitt mit 68 Cent gerechnet.

Hassobjekt, Marktbeherrscher, Nachahmer
Gründertruppe
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Die Belegschaft von Microsoft im Jahr 1978 mit den beiden Microsoft-Gründern Bill Gates (erste Reihe, links) und Paul Allen (erste Reihe, rechts). Gegründet wurde die Firma am 4. April 1975 in Albuquerque, New Mexico. (Foto: Microsoft/dpa)

Gründer Bill Gates (r.) und Paul Allen
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Im Jahr 1981 posieren Bill Gates (rechts) und Paul Allen.

Bill Gates hat sich mittlerweile auf eine Beraterrolle im Unternehmen zurückgezogen und ist als Philanthrop tätig. Paul Allen hat ebenfalls Milliarden mit Microsoft gemacht, spendet einen Teil seines Vermögens. Er investiert aber auch etwa in Sport-Mannschaften. Ihm gehören die Seattle Seahawks (American Football) und die Portland Trail Blazers (Basketball).

MS DOS
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Die Basis für den Firmenerfolg legten Allen und Gates mit dem Betriebssystem MS-DOS, das Computern Leben einhauchte. Die grafiklose Bedienoberfläche war lange ein Weg, um auch das spätere Betriebssystem Windows aus dem Hause Microsoft zu konfigurieren. In Abwandlungen hat die grafiklose Bedienoberfläche bis heute überlebt.

Windows 1.0
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Die Packung der ersten Version des Betriebssystems Microsoft Windows. Das damals als Erweiterung zu MS-DOS veröffentlichte Programm kam erstmals 1985 auf den Markt. In den Folgejahren sollte Windows das Fundament für ein Milliardenimperium werden. Es war allerdings nicht das erste Betriebssystem mit grafischer Benutzeroberfläche – IBM und Apple hatten bereits vorher die Idee umgesetzt. (Foto: Szilveszter Farkas)

Der junge Bill Gates
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Ein undatiertes Foto zeigt den jungen Bill Gates in seinem Arbeitszimmer. Zum Start von Windows 1.0 gab es weltweit lediglich sechs Millionen Personal Computer. Erst rund fünf Jahre später, im Jahr 1990, gelang dem Software-Entwickler aus Redmond ein durchschlagender Erfolg mit Windows 3.0.

Windows 95
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Bill Gates bei der Präsentation der Version 95 des Betriebssystems im Jahr 1995. Vor allem die dafür entwickelten Büroprogramme wie Word, Excel und Powerpoint helfen Microsoft, den Marktanteil Mitte und Ende der 90er-Jahre auf über 90 Prozent auszubauen.

Apple versus Microsoft
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1998 präsentiert der mittlerweile verstorbene Apple-Chef Steve Jobs „Microsoft Office Macintosh Edition“. Damals hauchte die Microsoft-Software dem darbenden Konkurrenten Apple Leben ein. Doch mittlerweile stellt Apple den Rivalen aus Seattle in vielen Belangen in den Schatten.

Es gebe ein breites Feld für den Konzern, um zu wachsen, sagte Trip Chowdhry von Global Equities Research und fügte an, der Markt für Cloud-Service werde fast ausschließlich von Microsoft und dem größeren Rivalen Amazon kontrolliert.

Unter Firmenchef Satya Nadella hat sich Microsoft auf den Cloud-Service und auf mobile Anwendungen konzentriert, da sich das Wachstum in seinem traditionellen Software-Bereich abschwächt. Der Umsatz im Geschäftsbereich Windows-Software und Mobilfunk fiel um 1,8 Prozent auf 9,29 Milliarden Dollar.

  • rtr
  • afp
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