Microsoft nennt keinen Termin
Windows Vista lässt auf sich warten

Seit 5 Jahren ist XP die aktuelle Windows-Version. Und das dürfte auch noch einige Monate so bleiben. Denn Microsoft will sich nicht auf ein Veröffentlichungsdatum des Nachfolgers Vista festlegen. Dabei hängt einiges von dem neuen Betriebssystem ab.

HB REDMOND. Microsoft hat den Termin für die Markteinführung von Vista am Donnerstag nicht bestätigt und damit die Finanzmärkte enttäuscht. „Wir werden Windows Vista ausliefern, wenn es verfügbar ist“, sagte Kevin Johnson von der Sparte Plattformen und Dienstleistungen. Der weltgrößte Software-Konzern hatte den Start bereits auf Ende 2006/Anfang 2007 verschoben. Vista löst Windows XP ab, das 2001 herausgekommen war und dessen Dienstzeit damit weit länger ist als die seiner Vorgänger. Die Betriebssystem-Familie Windows macht fast ein Drittel des Microsoft-Geschäfts aus.

Nach der Ankündigung schlossen die Microsoft-Aktien um 2,05 Prozent im Minus bei 23,87 Dollar und zogen damit den technologielastigen Nasdaq-Index ins Minus. Händler nannten als Grund Enttäuschung darüber, dass Microsoft über den Zeitpunkt des Vista-Starts keine Klarheit geschaffen habe.

Weihnachtsgeschäft verpasst

Microsoft-Mitbegründer Bill Gates hatte im vergangenen Monat Spekulationen über eine weitere Verschiebung genährt, als er von einer „80-prozentigen Chance“ für einen termingerechten Start sprach. Durch die bisherige Verschiebung der neuen Vista-Version für Privatkunden auf Januar 2007 verpasst der Konzern bereits das lukrative Weihnachtsgeschäft. Die Version für Unternehmen soll im November auf den Markt kommen. Microsoft hat auch den Starttermin für das Softwarepaket Office 2007 auf Ende 2006 verschoben. Windows und Office machen zusammen mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes aus.

Rick Sherlund von Goldman Sachs sah die neuerliche Aussage als Bestätigung seiner These, dass Microsoft erst März oder April 2007 Einkünfte von Vista werde verbuchen können. „Wenn sie zögern, ist das eine Bestätigung, dass wir Recht haben“, sagte er. Für das Windows-Geschäft sagte Johnson im Geschäftsjahr 2007 ein Wachstum zwischen 8 und 10 Prozent voraus. Der Windows-Umsatz werde in dem Zeitraum bis zum 30. Juni zwischen 14,3 Mrd. und 14,5 Mrd. Dollar betragen. In der vergangenen Woche hat Microsoft für den Gesamtkonzern ein Umsatzwachstum von zwischen 12 und 14 Prozent auf zwischen 49,7 Mrd. und 50,7 Mrd. Dollar prognostiziert.

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