Ein neuer Geschmack für Windows 8

Microsoft reagiert auf Kritik
Ein neuer Geschmack für Windows 8

Viele Kunden mögen Windows 8 nicht. Diese Mäkelei nimmt sich Microsoft-Chef Ballmer zu Herzen: Noch in diesem Jahr überarbeitet der Software-Konzern sein Betriebssystem. Dabei geht es nicht nur um Geschmacksfragen.
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Es ist ein bemerkenswertes Eingeständnis. Microsoft kündigt ein halbes Jahr nach dem Verkaufsstart seines Betriebssystems Windows 8 an, „wesentliche Aspekte“ an der Bedienung zu verändern. Die Nutzer hätten Schwierigkeiten, sich an die neue Software zu gewöhnen, räumte Marketingchefin Tami Reller ein, man müsse die „Lernkurve“ berücksichtigen. Die Aktualisierung mit dem Codenamen Windows Blue ist für Juni angekündigt. Mit anderen Worten: Der größte Software-Hersteller der Welt krempelt sein wichtigstes Produkt um, weil die Kunden damit nicht einverstanden sind.

Microsoft ist nicht das erste Großunternehmen, dem eine wichtige Produkteinführung misslingt. Das Paradebeispiel für einen solchen Flop lieferte Coca-Cola: Der US-Konzern veränderte 1985 die Rezeptur für seine braune Brause, weil immer mehr Amerikaner Pepsi tranken. Doch die Leute mochten „The New Coke“ nicht. Der Konzern kehrte flugs zur „Classic Coke“ zurück und bescherte der Wirtschaftswelt einen griffigen Namen für solche Marketingpannen: New-Coke-Effekt.

Böse Zungen wie der Analyst Richard Doherty sagen, Windows 8 sei wie „New Coke“ – „nur dass Coca-Cola besser zugehört hat“, wie der Experte von der Marktforschungsfirma Envisioneering in der „Financial Times“ lästert. Der Brausehersteller reagierte schon nach weniger als drei Monaten auf die Beschwerden. Auch wenn Software deutlich komplexer ist als Brause, weisen beide Fälle Parallelen auf.

Wie Coca-Cola reagierte auch Microsoft auf die wachsende Konkurrenz. Klassische Desktop-Computer und Notebooks, bei denen Windows dominiert, sind noch immer ein großes, aber schnell schrumpfendes Geschäft. Gefragt sind Tablet-Computer und Smartphones – hier ist Windows jedoch kaum präsent. Microsoft brauchte daher ein Betriebssystem, das auch auf Touchscreens funktioniert.

Der Software-Hersteller entwickelte kein zusätzliches Produkt, sondern ersetzte das alte. Das neue Windows ist ein Betriebssystem für beides: PCs mit Tastatur und Maus wie auch Tablet-Computer mit Touchscreen. Dafür überarbeitete Microsoft die Bedienung radikal – mit dem Ergebnis, dass viele Nutzer fremdeln. Die Marktforscher vom IDC meinen sogar, dass die Unzufriedenheit mit Windows 8 einer der Gründe für den Einbruch des PC-Marktes ist. Der Absatz der Notebooks und Desktops war im ersten Quartal um fast 14 Prozent fallen.

Nun ist Windows 8 kein Ladenhüter. In den ersten sieben Monaten verkaufte Microsoft nach eigenen Angaben 100 Millionen Lizenzen und damit ähnlich viele wie nach dem Start von Windows 7, wobei das nur bedingt etwas über die tatsächliche Nutzung aussagt. Und bei den Tablet-Computern hat das Touch-System nach einer Schätzung von Strategy Analytics immerhin 7,5 Prozent Marktanteil bei schätzungsweise drei Millionen verkauften Geräten. Trotz der kleinen Auswahl.

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Mehr als ein Trostpflaster für erzürnte Kunden

Kommentare zu "Ein neuer Geschmack für Windows 8"

Alle Kommentare
  • @Harry64: Was ist Deine Software-Perle. Ich verwende derzeit neben Windows XUbuntu 12.04. Ich möchte mittelfristig komplett auf Linux umsteigen, da Microsoft die Desktop-Kunden nicht mehr optimal betreuen will.

  • "von welcher Rechtschreibung reden Sie hier, nach welcher "Schreibreform"?!"
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    Von der klassischen, alten, deutschen Rechtschreibung, bevor irgendwelche Theoretiker vor ein paar Jahre dran rumstrickten bis zu Reform der Reform der...
    Sorry, aber wenn einer statt "Gemse" "Gämse" schreibt, dann sträuben sich mir die Haare. Fehlt nur noch, daß man "Philosophie" als "Filosofie" und "Phosphor" als "Fosfor" schreibt. Die Reform diente nur dazu, das Ego simpler Gemüter zu schonen, die es nicht schafften, eine DIN A4 Seite ohne 40 Fehler zu schreiben. :-)

    Was Linux angeht, ich habe mal damit geliebäugelt, mich auf den einschlägigen HP informiert(!) und mich mit Grausen abgewandt. So eine Dauerbaustelle kommt mir nicht auf den Rechner, zumal das Tage der Nacharbeit mit immensen Kosten verursachen würde. Der Rechner muß schlicht und einfach laufen (was er mit XP pro tut), weil ich mein Geld damit verdiene, und für ständige Neu-Compilationen habe ich weder Zeit (und damit Geld) noch Lust. Und wie schon erwähnt, ich brauche zwingend einige Programme, die es nur für Windows gibt.
    Aber lassen wir das. Das Thema "Linux" scheint mir oft genug pseudoreligiöse Züge anzunehmen und von Pragmatismus weit entfernt zu sein. Open Source benutze ich, solang sie mir nutzt, mich nicht behindert und Geld einbringt. Tut sie das nicht, fliegt sie oder wird erst gar nicht installiert. Ganz pragmatisch.

  • QKleiner Tipp. OpenOffice und der Duden-Korrektor (16,99 €) im Gespann schlagen Microsofts Grammatik und Rechtschreibkontrolle um Längen."
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    Nochmal zum mitschreiben: Open Office beherrscht *keine* alte deutsche Rechtschreibung (zumindest nicht in Perfektion), das Handlung der Wörterbücher (Fachwortschatz!) ist grausam und die Oberfläche nicht so konfigurierbar, wie ich sie brauche.
    Scribus ist tatsächlich ganz gut, aber Inkscape z.B. völlig überfrachtet. Ich hab's probiert und verworfen.
    Darktable ist für mich nutzlos, weil eine aus technischen Gründen von mir oft verwendete Kamera nicht unterstützt wird. GIMP ist auch nicht schlecht, taugte für mich aber erst, als ich viel Arbeit in Scripte gesteckt habe. Bei 2.6.12 bin ich übrigens stehen geblieben. 2.8 ist buggy und bringt mir keinen Mehrwert, ich werd's überspringen. UFRaw wird überhaupt nicht mehr richtig gepflegt und ist ab 0.19 eine Katastrophe. Alleine schon die ständige Neucompiliererei bei Linux würde mich nerven.
    Ich habe nichts gegen Open Source, solange sie mir *nützt* und mich nicht behindert. Da benutze ich sie auch gerne. Zunehmend stelle ich aber fest, daß die Open Source Programmierer ihre RAW-Konverter/EBV-Programme mit Gimmicks ("Eye Candy") vollstopfen, nutzlosen Spielereien, die die Programme nur aufblähen und das Handling zur Katastrophe machen. Die Featuritis feiert fröhliche Urständ.
    Im Photobereich neigt sich m.E. Open Source dem Ende zu. Es erstickt an der Spielerei-Verliebheit der Programmierer, die offensichtlich keine professionellen Photographen sind, sonst wäre manches Feature nicht drin, und der oft schlampigen Programmierung, bei der Bugs über Jahre geschleppt werden ohne daß sich einer drum kümmert. Auch für OS gilt: Stabilität, Aktualität und Bugfreiheit vor Features. Ab der nächsten Kamera wird's bei mir jedenfalls einer der Branchenstandards, z.B. Capture One. Ob ich mir GIMP 2.10 noch antue, muß sich zeigen. Meine Begeisterung hat doch arg gelitten.

  • Ein Problem ist, dass W8 umständlicher geworden ist.
    Zum Beispiel von einer App zu einer anderen wechseln.
    Linke obere Ecke ansteuern, dann nach unten ziehen und
    auf das Minifenster klicken.
    Das dauert auch länger, als einen Button in der Taskleiste anzusteuern, bzw. gleich in das andere Fenster zu klicken.

    Das größte Problem ist jedoch, dass alle Apps im Vollbildmodus starten. Extrem negativ fällt der Taschenrechner auf einem 22 Zoll Monitor auf. Viel weiß und Tasten, die man aus drei Metern Entfernung noch erkennt.

    Wenn Microsoft schon das Fliesendesign pushen möchte, dann hätte man dem Benutzer etwas Altbekanntes lassen sollen.
    Also: Die Oberfläche von W7 mit skalierbaren Fenstern. Die Icons auf dem Desktop durch Live-Tiles ersetzt und man hätte eine Brücke vom Desktop-OS zum Tablet-/WP-OS.

  • sio_xich gebe dir recht und das stimmte ein pc ist kein tablet und touch auf pc ist eine andere seite. microsoft bringt nichts mehr, denn wenn ein hersteller seine eigenen produkte schlecht macht und redet,taugt ie ganze firma und produkte nichts.ich habe von ms die schnauze voll und bin umgesprungen auf ein anders os system und musste feststellen wie schön und vor allem das ist sehr wichtig was für ein spass ich jetzt mit meinen pc habe. keine pc probleme mehr,keien sorgen mehr,kein ärger mehr und ich merkte erst mal von wegen wie es immer heisst es liegt an ihren pc, das mein pc top ist und die supporter von ms keinerlei ahung haben wie im allen anderen.jahrelang bezahlt bei ms und nur 0815 produkte und lügen.
    office 2013 lizenzen zurückgenommen???... wodenn!!! wenn du dies installierst und erneut installieren willst läst es sich nicht mehr aktivieren auf den geleichen pc und du darfst neu kaufen. ms
    motto heisst kaufen wenn probleme wieder neu kaufen und kaufen.
    ballmer ist doch zum erfolg verdammt und jetzt die quittung.
    windows 8 wird komplett überarbeitet, aber wie wo was !
    am ende kommt gleich windows 8 und die leute werden erneut betrogen und belogen. das habe ich alles nicht mehr. und ms und
    windows musste ich feststellen das dies alles nur geklauter mist ist. wenn man schon klaut und man bekommt es nicht hin weil geklaut siehe windows. ms und windows by...by...by...by !!! Nie
    wieder microsoft nie wieder windows. auch wen ms kleine surface bringt, auch diese werden nicht gekauft weil man damit nichts anfangen kann ausser internet und music hören im prinzip. seit
    einem monat bin ich weg von ms und windows und ich merkte sehr schnell wie aggressiv,wild und frustiert windows erst mal ist.
    das ist jetzt vorbei und ich bin happy meine kiste rennt und macht mir alles was ich will. kein ärger mehr, kein frust mehr rund um :
    LEUTE SCHMEISST WEG DEN DRECK VON MS!!! ES GIBT 100% IG BESSERE OS FÜR DEN USER.IHR WERDET ES SEHEN UND ERLEBEN.

  • Habe nach 10 Minuten Windows 8 wieder runter geschmissen. Wer die Windows 7 Oberfläche so leichtfertig gegen eine Windows 3.11 Oberfläche austauscht, wer mir die Bedienung zutraut, als wäre ich ein Apple Jünger, der soll halt auf seinen Müll sitzen bleiben. PC und Tablett zu vermischen ist so, wie Fahrrad mit Auto zu vergleichen. PC = Auto, Tablett = Fahrrad. Bis ein Tablett dem PC das Wasser reichen kann, müssen hardwaretechnisch aber noch einige Innovationen her.

  • Als Schmalspuranwender mit nur ''normalem PC Gebrauch'' also Word und Exel stimme ich den vielen Kommentaren bezüglich XP zu. Auch ich vermisse noch heute mein altes XP. Meinen neuen Rechner habe ich von WIN 8 auf 7 zurückrüsten lassen. (Selber habe ich das nicht geschafft, da die vorinstallierte Software irgendwie mit dem BIOS des Rechners verknüpft war. Einfach löschen ging da nicht. Die PC Experten hier können das sicher besser erklären. Jetzt mit dem gewohnten WIN 7 kann ich leben. Aber Sinn macht dieser ''Fortschritt'' so wenig wie die immer kompliziertere Handhabung eines neuen Oberklasse Fz. bei dem verschiedene Funktionen (z. B. Standheizung) über eine App gesteuert werden. Und mein Handy Nokia 6310i kann keine Apps. Dafür funktioniert der Knochen prima seit 10 Jahren ohne Störung und langer Akkulaufzeit.

  • Ja, der Einsatzort.

    Harry64, der Computerhengst. Und wir sollen uns die tollen Malexperimente dann angucken? Um den ganzen Scheiss zu nehmen, müsste man mir Geld bezahlen, viel Geld. Ausserdem bin noch zur Schule gegangen.

    Das Betriebssytem ist der Virus. So einfach ist das. Die Spionage kam mit dem Multitasking ins Haus.
    Bevor ein Betriebssystem in Gebrauch genommen wird, sollte die Nach-Hause-Telefoniererei abgestellt werden und aller Unrat entfernt. Dann kann man auf Virenscanner, Patches, Upgrades, Updates und andere Selbstbeschäftigungsprogramme verzichten.

    Und das ist völlig Wurst, welches Betriebssystem man benutzt. Ob Millenium oder Win8 oder OS X oder Linux, die können alle dasselbe, löschen, kopieren, speichern.
    Die Frage ist: was soll mir der PC abnehmen? Habe ich überhaupt einen Einsatzort? Oder lädt man sich Programme drauf, für die man den Einsatz erst erfinden muss? Davon würde ich ausgehen.
    Die Anwendungen können auch alle dasselbe. Sie werden masslos aufgeblasen, um das hohle Innere interessant erscheinen zu lassen. Das kann man schön erkennen an den Dutzenden von Linux-Oberflächen.

    Ich kannte mal jemanden, der hat sich seine Einkäufe in Excel gespeichert, der war besessen.

  • Das schlimmste an WIN 8 ist die Geschäftspolitik von MS mit dem gläsernen Kunden, der mit einem Live-Konto auch noch seine Kreditkartennummern offenlegen soll.

    Der wichtigste Rechner von mir ist immer derjenige ohne Internetanschluss, dessen Software stets telefonisch freigeschaltet wurde.

    Wenn das mit der Windows Blue nicht möglich sein sollte, wird es kein "Blue" bei mir geben.
    Leider habe ich WIN 8 auf meinem Nokia Lumia 920, das ich deshalb als Fehlkauf betrachten muss. Da ich meine persönlichen Daten unbedingt schütze, ist es mir leider nicht möglich irgendwelche Bezahlprogramme zu erwerben, da mein Konto aus Datenschutzgründen nur ein Fake ist. Noch einmal werde ich mich von der MS-Geschäftspolitik nicht tyrannisieren lassen und nicht noch einmal in irgendeinen Abbo-falle oder dem Skydrive-Wahnsinn bei MS tappen.
    Alle Daten die Sie dort hochladen werden von MS gescannt, angeblich aus Missbrauchsgründen und gegebenenfalls gelöscht. Als Löschungsrisiko reichen schon gewöhnliche Aktfotos...

  • Genau! OPEN SOURCE!
    offene, ehrliche Software und nicht solch ein Handschellen-Scheiß wie WINDOWS.
    Microsoft hat 30 Jahre lang zu lang die GANZE WELT in Ketten gelegt, für beinahe 2 Generationen Innovationen abgebremst oder ganz verhindert.
    Jetzt ist Schluß damit, daß verhindert selbst so eine offensichtliche Pressverlautbarung nicht mehr, die treu und brav auch vom Handelsblatt per Schlagzeile weiter verbreitet wird.
    Aber dafür haben wir hier ja die Kommentar-Funktion: das Salz in der Presse-Suppe!

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