Mit einer ganzen Reihe von Kooperationen will Microsoft im Mobilfunkmarkt aufholen. Ziel des Unternehmens ist es, die Verbreitung seines mobilen Betriebssystems Windows Mobile voranzubringen. Dazu geht der Softwareriese einmal mehr auf Einkaufstour.
HB BARCELONA. Der Softwarekonzern werde für einen nicht genannten Preis den kalifornischen Softwareentwickler Danger kaufen, kündigte Microsoft
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Manager Robbie Bach am Montag auf dem Mobile World Congress in Barcelona an. Die Firma aus Palo Alto entwickelt Software unter anderem für soziale Netzwerke Kommunikations-Werkzeuge und war seinerzeit auch bei der Entwicklung des von T -Mobile
vertriebenen Smartphones Sidekick beteiligt.
"Microsoft wird über sein derzeitiges Angebot für Geschäftskunden eine Vielzahl neuer Erlebnisse für mobile Konsumenten entwickeln", kündigte Bach an. Mit Windows Mobile versucht der Software-Gigant seit einigen Jahren, seinen Erfolg bei Personal Computern auf mobile Geräte und Handys zu übertragen, anfänglich mit sehr mäßigem Erfolg. Microsofts
Mobil-Betriebssystem konkurriert vor allem mit dem unter anderem von Nokia
entwickelten Symbian. Voraussichtlich in diesem Jahr werden auch erste Handys mit dem angekündigten Betriebssystem des Suchmaschinen-Spezialisten Google
auf den Markt kommen.
In Barcelona sind bereits erste Handy-Prototypen mit der Android genannten Plattform zu sehen. Bei Kommunikations-Anwendungen für das mobile Social Networking steht Microsoft
auch mit Yahoo
und dessen Softwarepaket Yahoo
Go in Konkurrenz.
Bach kündigte darüber hinaus an, dass Handys mit Windows- Betriebssystem künftig auch eine ganze Reihe von Vertriebspartnern, darunter TechData, Brightstar, Telecom Italia
und Telefónica
in ihr Portfolio aufnehmen. Zudem konnte der Software-Riese den Handy- Hersteller Sony -Ericsson
für sich gewinnen. Das Unternehmen will bis Ende dieses Jahres erstmals auch ein Handy mit Windows Mobile auf den Markt bringen, hatte Sony Ericsson angekündigt.
Damit hätten nun alle führenden Hersteller Geräte mit Windows Mobile im Programm, sagte Bach. Microsoft
will mit dem neuen Partner vor allem weiter in den Verbraucher-Markt vordringen. Unter der Marke Xperia soll das Design- Handy mit dem Namenskürzel X1 allerdings im höherpreisigen Marktsegment vertrieben werden.
Lange tat sich der Software-Riese schwer, im Mobilfunkmarkt Fuß zu fassen, doch inzwischen kann das Unternehmen auf einen guten Erfolg zurückblicken. Gemessen an der verkauften Stückzahl habe Windows Mobile zuletzt sowohl Apples
iPhone als auch den Blackberry
des Herstellers Research in Motion
(RIM) überholt, sagte Bach. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden nach Angaben von Microsoft
11 Millionen Windows-Mobile-Lizenzen verkauft, für dieses Jahr erwartet das Unternehmen, 20 Millionen Lizenzen zu verkaufen.

