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Smartphone-Flop führt zu neuem Stellenabbau

Das Smartphone-Fiasko bei Microsoft hat weitere Konsequenzen. Der Konzern baut erneut bis zu 1850 Arbeitsplätze ab. Der Kahlschlag belastet den Konzern zusätzlich mit rund 950 Millionen Dollar.
Der Anteil von Windows Phone am Smartphone-Markt lag zuletzt nur noch bei 0,7 Prozent weltweit. Quelle: Reuters
Microsoft-Smartphone

Der Anteil von Windows Phone am Smartphone-Markt lag zuletzt nur noch bei 0,7 Prozent weltweit.

(Foto: Reuters)

Redmond/EspooMicrosoft reagiert auf die Erfolglosigkeit seiner Smartphones mit einem weiteren massiven Stellenabbau. Bis zu 1850 Jobs sollen wegfallen, wie der Windows-Konzern am Mittwoch mitteilte. Als Abschreibung und Umbaukosten wird eine Belastung von rund 950 Millionen Dollar fällig.

Der Großteil des Stellenabbaus trifft Finnland mit 1350 Stellen. Dort hatte Microsoft für insgesamt über neun Milliarden Dollar das Handy-Geschäft des einstigen Weltmarktführers Nokia übernommen. Doch der erhoffte Aufstieg im Smartphone-Markt gelang Microsoft damit nicht. Im vergangenen Juli wurden bereits der Abbau von 7800 Arbeitsplätzen und eine Abschreibung von 7,6 Milliarden Dollar bekanntgegeben.

Was für Windows 10 spricht – und was dagegen
Microsoft Windows 10
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Der Countdown für den kostenlosen Upgrade auf Windows 10 läuft: Nur noch bis zum 29. Juli können Nutzer von Windows 7 und 8 kostenlos auf das neue Betriebssystem umsteigen, das Microsoft 2015 eingeführt hat. Die Freude über das Geschenk teilen aber längst nicht alle Windows-Nutzer – auf mehr als der Hälfte aller Rechner in Deutschland ist noch die Version 7 oder 8 installiert. Welche Gründe sprechen für Windows 10 – und welche dagegen?

Pro: Moderne Software
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„Windows 10 ist Stand der Technik”, sagt Christian Gollner von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Das Betriebssystem bringt viele neue Funktionen – von der digitalen Assistentin Cortana bis zum Browser Edge. „Die Bedienung wurde verbessert, auch in Zukunft wird Windows 10 immer mehr Funktionen erhalten”, ergänzt Jan Schüssler vom Fachmagazin „c't”. Er lobt auch die viel einfachere Anbindung neuer Hardware.

Pro: Mehr Sicherheit
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Nicht nur der Unterbau von Windows 10 ist sicherer. „Das System wird immer auf dem neuesten Stand gehalten”, sagt Markus Nitzschke von Microsoft. Während alte Versionen nach einigen Jahren keine Funktions- und Sicherheitsupdates mehr bekommen, soll die Neuausgabe ständig aktualisiert werden. Der nächste große Versionssprung ist für den Sommer angekündigt.

Pro: Mehr Leistung für Spieler
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„Mit Windows 10 gibt es die neueste Version von DirectX”, sagt Jan Schüssler. Dieses Treiberpaket wird hauptsächlich für komplexe Grafik in Spielen genutzt, ist aber auch für Klang und Spielgeräte wie Joysticks oder Gamepads wichtig.

Pro: Mehr Leistung auch für ältere Rechner
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So stellt Microsoft es dar. Nach der Installation sollen auch ältere Rechner zügiger hochfahren und im Alltag etwas schneller sein. Messungen der „c't” bestätigen das nicht, sagt Jan Schüssler. Langsamer werde es aber auch nicht. Und in der Grundinstallation verbraucht das neue Windows etwas weniger Speicherplatz als Vorgänger Nummer 8.

Pro: Es gibt was umsonst
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Mit dem Upgrade für Inhaber von Windows 7 und 8 gibt es kostenlos ein neues Betriebssystem. Nach dem 29. Juli kostet es Geld – aktuell rund 135 Euro für den Download der Home-Version.

Pro: Der Umstieg ist recht einfach
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Viel falsch machen kann man nicht. Laut Microsoft wird das Update bei erkannten Problemen oder inkompatibler Hardware nicht ausgeführt. Ein Assistent leitet Nutzer durch den Vorgang.

Wichtig: Vor dem Update auf jeden Fall alle wichtigen Daten sichern. Am besten über die Systemsteuerung von Windows oder ein geeignetes Back-up-Programm gleich ein komplettes Systemabbild anlegen. Und wenn Windows 10 nicht gefällt, hat man 30 Tage die Gelegenheit, die Installation wieder rückgängig zu machen. 

Der Anteil des Microsoft-Systems Windows Phone am Smartphone-Markt lag zuletzt nur noch bei 0,7 Prozent weltweit. Konzernchef Satya Nadella setzt inzwischen statt eines eigenen Smartphone-Geschäfts darauf, möglichst viele Microsoft-Dienste auf konkurrierenden Plattformen wie Googles Android und die iPhones von Apple zu bringen.

Das Geschäft mit Billighandys gab Microsoft vor wenigen Wochen an die neu gegründete finnische Firma HMD und die Foxconn-Tochter FIH Mobile ab. Nokia, das noch vor einem Jahrzehnt den Mobiltelefon-Markt dominierte, wagt sich unterdessen wieder auf den Markt zurück und kündigte dazu eine Zusammenarbeit mit HMD und FIH Mobile an. Der Konzern hält weiterhin zahlreiche Patente.

  • dpa
  • rtr
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