Microsoft sticht Google aus
Facebook steht vor Millionensegen

Der Gründer der Online-Kontaktbörse Facebook, Mark Zuckerberg, hat ein Millionengeschäft abgeschlossen. Microsoft gab am Mittwoch nach US-Börsenschluss bekannt, sich an dem Unternehmen zu beteiligen. Für gerade 1,6 Prozent der Anteilte zahlt der Softwareriese eine geradezu atemberaubende Summe.

HB PALO ALTO. Microsoft zahlt 240 Millionen Dollar, wie Facebook nach Börsenschluss am Mittwoch mitteilte. Das bewertet Facebook insgesamt mit 15 Milliarden Dollar. Der erfolgsverwöhnte Google-Konzern hat damit im Rennen um einen begehrten Partner eine Niederlage gegen Microsoft einstecken müssen. Google hatte Gespräche mit Facebook nie offiziell bestätigt, unter Berufung auf informierte Kreise war darüber jedoch immer wieder berichtet worden.

Microsoft verkauft bereits Werbung auf Facebook, allerdings bisher nur in den USA. Jetzt erhält das Unternehmen auch die Möglichkeit, international zu agieren. Das soziale Netzwerk Facebook verfügt mit seinen 48 Millionen Nutzern über enorm hohe Zugriffszahlen, die sich für Anzeigenwerbung nutzen lassen.

Auf Facebook.com können Nutzer Seiten mit ihren Profilen anlegen und miteinander kommunizieren. Die Plattform hat mit 50 Millionen zwar weniger Nutzer als der bekanntere Konkurrent Myspace.com, die Medienzar Rupert Murdoch gekauft hat. Allerdings ist Myspace vor allem bei Teenagern populär, während unter den Facebook-Nutzern viele Studenten und junge Berufstätige sind, die als attraktivere Werbe-Zielgruppe gelten. In diesem Jahr erwartet Facebook dem „Wall Street Journal“ zufolge 30 Millionen Dollar Gewinn bei einem Umsatz von 150 Millionen.

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