IT + Medien

_

Microsoft und Yahoo: „Microhoo“ steht wieder vor der Tür

Der Internetpionier Yahoo steckt tief in der Krise. Mehrere Finanzinvestoren umkreisen den Konzern. Zu ihnen gesellt sich offenbar Microsoft. Der Computerriese hat bereits einmal vergeblich versucht, Yahoo zu übernehmen.

Microsoft-Chef Steve Ballmer wirft offenbar wieder einen Blick auf Yahoo. Quelle: dapd
Microsoft-Chef Steve Ballmer wirft offenbar wieder einen Blick auf Yahoo. Quelle: dapd

San FranciscoDer US-Softwarekonzern Microsoft will offenbar ein Wort mitreden, wenn das Internetunternehmen Yahoo teilweise oder komplett zum Verkauf stehen sollte. Microsoft hat nach Angaben eines Branchenkenners eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnet, um einen genauen Blick in die Bücher des kriselnden Internetpioniers Yahoo zu werfen. Damit geselle sich der Softwarehersteller zu einer Reihe von Finanzinvestoren, die sich ebenfalls mit den Zahlen und Geschäften von Yahoo beschäftigen, um Optionen für eine Beteiligung auszuloten, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Mittwoch.

Anzeige

Ex-Yahoo-Chefin „Diese Leute haben mich verarscht“

In einem Interview schildert sie ausführlich das Kündigungsgespräch und spart nicht mit Beleidigungen.

Ex-Yahoo-Chefin: „Diese Leute haben mich verarscht“

Der Internetkonzern, dessen Chefin Carol Bartz im September entlassen wurde, befindet sich derzeit wegen stagnierender Umsätze in einer strategischen Neuausrichtung. Die Beteiligungsgesellschaften KKR und TPG Capital haben laut eines weiteren Insiders ebenfalls Verschwiegenheitserklärungen unterschrieben. Die Beteiligungsgesellschaften KKR und TPG Capital haben laut eines weiteren Insiders ebenfalls Verschwiegenheitserklärungen unterschrieben. Die Finanzinvestoren wollten zunächst eine Minderheitsbeteiligung von bis zu 20 Prozent erwerben und eventuell später das gesamte Unternehmen übernehmen. Yahoo und Microsoft wollten sich zu dem Bericht nicht äußern.

Internetkonzern Yahoo - ein Konzern streckt alle Waffen

  • Internetkonzern: Yahoo - ein Konzern streckt alle Waffen
  • Internetkonzern: Yahoo - ein Konzern streckt alle Waffen
  • Internetkonzern: Yahoo - ein Konzern streckt alle Waffen
  • Internetkonzern: Yahoo - ein Konzern streckt alle Waffen

Der Informationsdienst „DealReporter“ und die „New York Times“ hatten zuvor auch schon über die Vereinbarung berichtet. Microsoft hatte im Jahr 2008 vergeblich versucht, Yahoo zu kaufen - damals hatten Branchenkenner von der Entstehung "Microhoos" gesprochen. Das Angebot von 47,5 Milliarden Dollar wurde aber abgelehnt, weshalb das Softwareunternehmen schließlich aufgab - eine

Entscheidung, die später von Yahoo-Aktionären heftig kritisiert wurde. Einige Zeit später allerdings vereinbarten Microsoft und Yahoo eine Kooperation. Seitdem nutzt der Internetpionier die Microsoft-Suchmaschine Bing, Einnahmen aus Onlinewerbung teilen sich die Unternehmen.

Microsoft hat nun nach Ansicht von Beobachtern ein Interesse, eine Übernahme von Yahoo durch mögliche Konkurrenten zu verhindern. Deshalb erwäge das Unternehmen ein erneutes Übernahmeangebot. Yahoo ist ein früher Star des Internets. Nach den Zeiten des ersten Internetbooms Ende der 1990er Jahre, der schließlich im Platzen der Internetblase an den internationalen Börsen endete, ging es mit dem Unternehmen allerdings bergab. Die Konkurrenz neuer Konzerne wie Google macht dem Pionier schwer zu schaffen.

Inzwischen ist die Yahoo-Aktie weniger als die Hälfte der 33 Dollar wert, die Microsoft zahlen wollte. Laut „New York Times“ geht es Microsoft vor allem darum, die Werbeallianz bei der Internetsuche fortzuführen.

  • Die aktuellen Top-Themen
Banken: Immer mehr Kunden beschweren sich über Kreditpraxis

Immer mehr Kunden beschweren sich über Kreditpraxis

Hohe Beratungsgebühren sind nur das eine, was Bankkunden an ihren Kreditinstituten zu bemängeln haben. Immer häufiger beschweren sich Kunden bei Streitschlichtern über die Kreditpraxis der Institute.

Finanzkrise: Goldman-Chef lobt die Bankenregulierung

Goldman-Chef lobt die Bankenregulierung

„Das System ist viel sicherer geworden.“ Goldman-Sachs-Chef Blankfein lobt die Bankenregulierung. Die Eigenkapitalregeln bezeichnet er als den aktuell besten Standard. Kein Grund also, diese weiter zu verschärfen.

Marktgerüchte: Yahoo will angeblich Tumblr schlucken

Yahoo will angeblich Tumblr schlucken

Angeblich will der Internet-Konzern Yahoo die Blogging-Plattform Tumblr kaufen. Die Gerüchte, die aus Blogger-Kreisen stammen, sind zwar nicht bestätigt; für Yahoo würde das Geschäft aber Sinn ergeben.

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläen – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DEUTSCHLANDS ANZEIGENPORTAL FÜR UNTERNEHMENS-VERKAUF UND UNTERNEHMENSNACHFOLGE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Verkaufsangebote Verkaufsgesuche




 

.