Für die meisten Unternehmen wäre es eine Katastrophe gewesen, hätten sie im Vierteljahr 1 Mrd. Dollar weniger verdient. Doch nicht so bei Microsoft. Der weltgrößte Softwarekonzern will das Geschäft, das ihm mit der verspäteten Einführung der neuen Windows- und Office-Versionen entgangen ist, einfach nachholen.
HB SEATTLE. Die Umsätze mit dem Betriebssystem Windows Vista und der Büro-Software Office 2007 sollen nun im laufenden Quartal verbucht werden, teilte Microsoft am Donnerstag nach US-Börsenschluss mit. Ursprünglich hatte Microsoft die neue Software schon Ende vergangenen Jahres auf den Markt bringen wollen. Doch traten technische Probleme auf, die die Auslieferung verzögerten.
Mit den vorgelegten Zahlen zum zweiten Quartal übertraf Microsoft trotz der Probleme die Erwartungen. Zudem hob das Unternehmen die Gewinn-Prognose für das Gesamtjahr an, was die Aktie nachbörslich beflügelte. „Microsoft hat wieder ein gutes Quartal hingelegt“, sagte ein Analyst. Erfreulich lief der Verkauf von Datenbank-Software und der Spiele-Konsole Xbox.
Bildergalerie: Screenshots der neuen Windows- und Office-Versionen
Den Reingewinn im zweiten Finanzquartal, das im Dezember endete, ging um 28 Prozent auf 2,63 Mrd. Dollar zurück. Mit 26 Cent je Aktie lag er aber 3 Cent über den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz stieg um 6 Prozent auf 12,54 Mrd. Dollar und lag damit ebenfalls über den Prognosen von im Schnitt 12,09 Mrd. Dollar.
Für das Gesamtjahr hob Microsoft seine Prognose für den Gewinn je Aktie auf 1,45 bis 1,47 Dollar an nach bislang 1,43 bis 1,46 Dollar.
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