Der US-Softwarekonzern Microsoft
legt Berufung gegen ein von der Europäischen Kommission verhängtes Bußgeld von 899 Mill. Euro ein. Ziel sei es, das Bußgeld aufzuheben. Die nötigen Dokumente seien übergeben worden.
HB BRÜSSEL. "Microsoft hat heute beim EU-Gericht Erster Instanz einen Antrag auf Annullierung des Beschlusses der Europäischen Kommission vom 27. Februar gestellt", teilte der weltgrößte Softwarehersteller am Freitag mit.
Im jahrelangen Kartellstreit mit Microsoft
hatte die EU-Kommission Ende Februar eine neue Rekordstrafe von 899 Mill. Euro gegen den Konzern verhängt. Microsoft
will nach eigenen Angaben mit dem Schritt nun Klarheit vom Gericht erhalten. Die Europäische Kommission bezeichnete das Zwangsgeld als rechtmäßig.
Microsoft
soll der Brüsseler Behörde zufolge die von den Wettbewerbshütern im März 2004 festgelegten Auflagen bis Oktober 2007 nicht erfüllt haben. Bislang hat die Kommission Microsoft
mit Geldbußen von 1,68 Mrd. Euro belegt. Microsoft
soll unangemessen hohe Preise für Schnittstelleninformationen verlangt haben, die andere Hersteller zur Vernetzung ihrer Produkte mit Microsoft
-Programmen brauchten.

