Microsoft weist Vorwürfe zurück
Novell reicht Kartellklage gegen Microsoft ein

Novell zerrt den Konkurrenten Microsoft wegen Kartellverdachts vor Gericht. Microsoft soll widerrechtlich Informationen über sein Betriebssystem Windows zurückgehalten haben, um Konkurrenz zu verhindern.

HB BERLIN. Wie bereits Anfang der Woche angekündigt hat der Softwarehersteller Novell in Salt Lake City im US-Bundesstatt Utah Kartellklage gegen den Konkurrenten Microsoft eingereicht. Mitte der 90er-Jahre soll Microsoft seine Markt beherrschende Stellung genutzt haben, um den Erfolg von Novells Software Word Perfect zu verhindern.

Novell wirft dem Unternehmen vor, Informationen über das Betriebssystem Windows zurückgehalten zu haben, um sich so Konkurrenz vom Leib zu halten. Novell-Chef Joseph A. LaSala kündigte ein hartes Verfahren an: «Wir werden unsere Interessen aggressiv verteidigen und wollen einen fairen Ausgleich für den uns entstandenen Schaden», sagte er.

Microsoft wies die Vorwürfe in einer Stellungnahme zurück. Es sei durchaus erlaubt, technische Informationen über das Betriebssystem Windows zurückzuhalten, um sich selbst zu schützen. Tatsächlich wolle Novell nur andere für die eignen unternehmerischen Fehler in Haftung nehmen.

Erst am vergangenen Montag hatten beide Unternehmen nach langen Verhandlungen einen anderen Kartellstreit gegen Zahlung von 536 Millionen Dollar beigelegt. Novell hatte Microsoft in einem Kartellstreit vorgeworfen, das mit dem Betriebssystem Windows konkurrierende Produkt Netware behindert zu haben. Microsoft hat zwar dem Vorwurf widersprochen, stimte einer Zahlung aber dennoch zu.

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