Milliarden-Deal: Microsoft will Yahoo kaufen

Milliarden-Deal
Microsoft will Yahoo kaufen

Der US-Softwarekonzern Microsoft will das Online-Unternehmen Yahoo übernehmen. Das Angebot liegt bei 31 Dollar je Aktie, damit beläuft sich der Kaufpreis auf 44,6 Milliarden Dollar. Ein saftiger Aufschlag auf den Schlusspreis der Yahoo -Aktie vom Donnerstag. Und einige Börsianer spekulieren auf mehr.

HB NEW YORK. Der Windows-Hersteller Microsoft will den Internet-Konzern Yahoo kaufen. Das teilte Microsoft am Freitag mit. Das Angebot von 31 Dollar je Aktie bewerte Yahoo mit 44,6 Mrd. Dollar (29,97 Mrd Euro). Es ist ein saftiger Aufschlag von 62 Prozent auf den Schlusspreis der Aktie vom Donnerstag.

Der Kauf soll im zweiten Halbjahr abgeschlossen werden. Die Kosteneinsparungen liegen laut Microsoft bei mindestens einer Milliarde Dollar. Die Yahoo -Aktionäre können zwischen einer Barauszahlung und Microsoft -Aktien wählen. Insgesamt soll der Kaufpreis je zur Hälfte in bar und in Aktien bezahlt werden. Microsoft machte das Angebot in einem Brief an den Verwaltungsrat des Yahoo -Konzerns.

Yahoo gilt seit geraumer Zeit als Übernahmekandidat. Das Onlineunternehmen war zwar bald nach der Gründung durch Jerry Yang und seinen Kommilitonen David Filo im Jahr 1995 die Nummer eins im Internet. Inzwischen aber ist Yahoo bei den Werbeeinnahmen längst von Google überholt. Erst am Dienstag hatte das Unternehmen einen erneuten Gewinneinbruch vermeldet und den Abbau von rund 1000 Stellen angekündigt.

Google nimmt in zwei Monaten so viel Geld ein wie Yahoo in einem ganzen Jahr. Seit dem Amtsantritt Yangs als Vorstandschef im vergangenen Jahr ist die Yahoo -Aktie an der Börse um 18 Prozent gesunken, während Google im gleichen Zeitraum um 21 Prozent gestiegen ist.

Yahoo -Aktien legten nach der Ankündigung im vorbörslichen Handel um 53 Prozent zu. Als Reaktion auf die Nachricht baute der Dax in Frankfurt seine Gewinne aus und lag etwa zwei Prozent im Plus. Die Dow-Jones-Futures sprangen ebenfalls in die Höhe. "Die Anleger stürzen sich auf positive Nachrichten und nehmen diese zum Anlass, Aktien zu kaufen", sagte ein Händler.

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