Milliarden-Investition: Intel beglückt Obama mit neuer Chip-Fabrik

Milliarden-Investition
Intel beglückt Obama mit neuer Chip-Fabrik

Wenn der Präsident zu Besuch kommt, sollte man gute Nachrichten parat haben. So hat wohl auch Intel-Chef Paul Otellini. Denn beim Treffen mit Barack Obama berichtete Ottelini von einem neuen Intel-Werk in den USA.
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Chandler

Der Halbleiterkonzern Intel baut für mehr als fünf Milliarden Dollar eine neue Chip-Fabrik in den Vereinigten Staaten. Die sogenannte "Fab 42" werde am bestehenden Standort in Chandler im US-Bundesstaat Arizona entstehen, kündigte Konzernchef Paul Otellini am Freitag während eines Besuchs von Präsident Barack Obama in einem anderen Intel-Werk an.

Mitte des Jahres sollen die Bauarbeiten beginnen und 2013 beendet sein. Tausende Menschen würden bei der Fertigstellung und später im Betrieb Arbeit finden, versprach Intel. Weltweit beschäftigt der Konzern momentan rund 83.000 Menschen. Intel hatte zuletzt weiter eingestellt. Intel hatte bereits angekündigt, seine Produktion auszubauen.

Alleine für dieses Jahr hat Intel um die neun Milliarden Dollar für Investitionen reserviert. Der Neubau würde die Fertigungskapazität in den Staaten deutlich erhöhen, teilte Intel mit. Bereits heute stammten drei von vier Prozessoren aus Fabriken in den USA.

Selbst während der Wirtschaftskrise hatte Intel in seine Werke investiert und damit die Marktführerschaft gefestigt: In vier von fünf Computern steckt ein Prozessor von Intel. Durch die Übernahme der Mobilfunksparte des Münchner Halbleiterkonzerns Infineon will Intel sich auch bei mobilen Geräten wie Smartphones und Tablet-Computern eine führende Rolle erkämpfen. Noch hinkt das Unternehmen hier hinterher.

Die neue Fabrik würde helfen, die ehrgeizigen Ziele zu erreichen. Hier sollen Chips mit besonders kleinen Strukturen von 14 Nanometern entstehen - das erlaubt mehr Schaltungen auf kleinstem Raum und senkt überdies den Stromverbrauch. Leisten kann sich Intel sein neues Werk problemlos: Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Rekordgewinn von unterm Strich 11,7 Milliarden Dollar.

Der größte Wettbewerber von Intel bei Computerprozessoren ist AMD. Das ebenfalls in den USA ansässige Halbleiterunternehmen lässt seine Chips auch in Deutschland fertigen. Das Werk steht in Dresden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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