Milliarden-Rückzahlung
ProSiebenSat. 1 will Kredite verlängern

1,2 Milliarden Euro zahlt der Fernsehkonzern ProSiebenSat. 1 seinen Gläubigern zurück - und hofft auf eine Fristverlängerung der ausstehenden Kredite. Dafür würde das Unternehmen auch höhere Zinsen in Kauf nehmen.
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LondonNach dem Verkauf des Geschäfts in Belgien und den Niederlanden will der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 seine Kredite teilweise zurückzahlen. Bis zu 1,2 Milliarden Euro eines Festzins-Darlehens sollten vorzeitig getilgt werden, für die restlichen 2,4 Milliarden will das Unternehmen die Laufzeit aber bis Juli 2016 verlängern, wie ProSieben mitteilte.

Bisher werden die Darlehen im Juli 2014 und 2015 fällig. Die Kredite waren dem Münchener Konzern 2007 mit der Übernahme durch die Finanzinvestoren KKR und Permira aufgeladen worden. Die Kreditgeber von ProSiebenSat.1 sollen den Änderungen an den Laufzeiten und Bedingungen bis zum 5. August zustimmen.

Das Unternehmen versucht, ihnen dies Kreisen zufolge unter anderem mit einer Erhöhung der Zinsen auf den verbleibenden Kredit schmackhaft zu machen. Im Gegenzug fordere ProSieben mehr Flexibilität und will etwa neue erstrangig besicherte Kredite zur Refinanzierung aufnehmen dürfen.

KKR und Permira bereiten ihren Ausstieg bei ProSieben vor, warten aber noch auf einen besseren Aktienkurs. Zuletzt hatte bereits die Lavena Holding, in der die Finanzinvestoren ihre Beteiligung von 88 Prozent der Stammaktien geparkt haben, die Zustimmung ihrer Gläubiger zu erleichterten Kreditauflagen erhalten.

So darf Lavena nun seine Beteiligung bis auf 35,1 Prozent verwässern lassen, ohne dass die Kredite gekündigt werden können. Eine solche Verwässerung wäre etwa durch die Zusammenlegung von Stamm- und Vorzugsaktien und den Verkauf eines Teils des Lavena-Aktienpakets möglich.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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